Aachen: Lebensgefährlicher Schuss: Das Opfer liegt noch auf der Intensivstation

Aachen: Lebensgefährlicher Schuss: Das Opfer liegt noch auf der Intensivstation

Durch einen Schuss in den Rumpf ist am Donnerstag gegen 2 Uhr früh ein 40-jähriger Mann in der „Hansemann-Schänke” lebensgefährlich verletzt worden. Mehrere Gäste haben die Bluttat offenbar hautnah miterlebt, dennoch stehen die Ermittler noch vor vielen offenen Fragen.

Weder gebe es Hinweise auf den Täter, noch Erkenntnisse über die Hintergründe und den Ablauf der Tat, teilte Staatsanwalt Jost Schützeberg auf Anfrage mit.

In den frühen Morgenstunden sei es zu einer Auseinandersetzung in der kleinen Kneipe am Hansemannplatz gekommen. Noch in den Räumen sei dann der Schuss abgefeuert worden, anschließend sei der Streit noch vor der Kneipe fortgesetzt worden.

Ob sich Täter und Opfer kannten, warum sie in Streit gerieten und was sich nach dem Schuss noch auf dem Eck an der Heinrichs­allee zutrug - all dies ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. „Wir kennen das Motiv nicht”, sagt Schützeberg.

Über denkbare Verbindungen zum Rotlichtmilieu wollte er sich nicht äußern. „Das sind zum jetzigen Zeitpunkt alles Spekulationen.”

Mehrstündige Operation

Klar ist somit bislang nur, dass das Opfer, ein albanischer Staatsbürger, mit seiner schweren Verletzung in die Aachener Uniklinik gebracht wurde und erst nach einer mehrstündigen Operation gerettet werden konnte. Am Nachmittag teilte Schützeberg mit, dass sich der Gesundheitszustand des Mannes „stabilisiert” habe. Eine Vernehmung sei am Donnerstag aber noch nicht möglich gewesen. Der Mann liegt derzeit auf der Intensivstation.

Die Spurensicherung am Tatort dauerte bis gegen 10 Uhr an. Die Ermittler trugen körbeweise Beweismaterial aus der Kneipe. Blutspuren wurden auch auf der Straße gefunden, Proben sichergestellt. Der Abzweig von der Heinrichsallee zur Jülicher Straße musste gesperrt werden, was starke Verkehrsbehinderungen auf der vielbefahrenen Kreuzung zur Folge hatte.

Die Kneipe, die üblicherweise täglich von 10 Uhr morgens bis nach Mitternacht geöffnet ist, musste am Donnerstag geschlossen bleiben. Die Tür wurde von der Polizei versiegelt.

Im Laufe des Tages sollten insbesondere die nächtlichen Gäste der Kneipe befragt werden. Auch hat die Polizei versucht, Videoaufnahmen aus dem Umfeld sicherzustellen. Sie hofft auf weitere Hinweise und bittet Zeugen um Hinweise unter 0241/95770 oder bei jeder Polizeidienststelle.

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