Aachen: Leben im Jahr 2020: Ausstellung zeigt Lösungsvorschläge, nicht die Probleme

Aachen: Leben im Jahr 2020: Ausstellung zeigt Lösungsvorschläge, nicht die Probleme

Viele Fragen beschäftigt die Gesellschaft hinsichtlich des Lebens in der Zukunft: Können wir irgendwann alle Krankheiten heilen? Gelingt uns der Umstieg von fossilen auf regenerative Energien? Wie gehen wir mit der wachsenden Weltbevölkerung um?

Die Wanderausstellung der Helmholtz-Gemeinschaft „Ideen 2020“, die bereits seit März durch die Bundesrepublik reist, stellt in sieben Themenfeldern Ideen und Konzepte dar, wie die Menschen im Jahr 2020 leben könnten. In der kommenden Woche kann die Ausstellung, die in Kooperation des Bürgerforums RWTHextern, der Fakultät für Architektur und der Helmholtz-Gemeinschaft nun nach Aachen geholt wurde, im Foyer des Reiff-Museums in der Schinkelstraße besucht werden.

„Wir haben uns explizit sieben große Herausforderungen rausgesucht, die unsere Visionen aufzeigen“, erklärt die Projektleiterin Susann Beetz. „Wir wollten nicht unbedingt die Probleme darstellen, sondern eher Lösungsvorschläge und Möglichkeiten aufzeigen, teilweise auch mit einem kleinen Augenzwinkern“, ergänzt sie.

An den sieben Stelen können sich die Besucher mit den Themenfeldern Gesundheit, Klimawandel, Natur in der Stadt, Alter, Industrie, Rohstoffe und Internet interaktiv beschäftigen. Rund 150 Forschungsprojekte aus der Wissenschaft zur Verbesserung des Lebens werden in Zügen vorgestellt.

Die erste Station stellt einen Zucker-Boxsack dar, der das Thema Gesundheit und Prävention repräsentieren soll. Damit soll der „innere Schweinehund“ angesprochen werden, den es oft zu überwinden gilt, um möglichst gesund zu leben. An zwei nebenstehenden Monitoren wird man durch Videos von Fachleuten, Grafiken und einer Geschichte zum Thema informiert.

Jedes Oberthema ist noch einmal in mehrere Teilgebiete untergliedert. „Die Ausstellung ist sehr anwendungsorientiert. Es gibt viele Bildmaterialien und relativ wenig Text“, sagt Beetz. Besonders interessierte Besucher können sich auch über Tablet-Computer informieren, die vor Ort entliehen werden können. „Wir erhalten viele Rückmeldungen der Leute zu den einzelnen Themenbereichen. Wir sehen, dass die Leute das bewegt“, schildert die Projektleiterin.

Umsetzung in die Realität

Parallel zur Ausstellung „Ideen 2020“ stellt die Architektur-Fakultät der RWTH verschiedene Exponate aus, die die erfolgreiche Umsetzung von Vision und Theorie in Realität und Praxis demonstrieren. Städtebau, Wohnen, neue Materialien und die Nutzung neuer Energien stehen dabei im Mittelpunkt. „Diese Ausstellung zeigt, dass einiges bereits schon in die Realität umgesetzt wurde“, betont Professor Martin Trautz.

Beide Ausstellungen können bis zum 8. November kostenlos besucht werden. Die Ausstellung „Ideen 2020“ wird in Deutsch und Englisch angeboten.