Latin, Jazz und Rock in Aachen

Außergewöhnliches Konzert im Dumont : Die vielen Klangfarben des Jazz

Die Band „JIN JIM“ präsentiert ihr neues Album „Weiße Schatten“ im Dumont an der Zollernstraße. Der Drummer Nico stammt aus Aachen.

Sie werden von Musikexperten als die „absoluten Senkrechtstarter in der deutschen Jazzszene“ bezeichnet und präsentieren nun ihr zweites Album „Weiße Schatten.“ Die Rede ist von „JIN JIM“, einer 2013 gegründeten Jazzband. Das vierköpfige Ensemble bestehend aus dem Flötisten Daniel Manrique-Smith, dem Bassisten Ben Tai Trawinski, dem Gitarristen Johann May und dem Schlagzeuger und gebürtigem Aachener Nico Stallmann, gastiert am Sonntag, 25. November, im Rahmen ihrer CD Release Tour im Dumont an der Zollernstraße. Schon im Jahr ihrer Gründung wurde die Band als Voting-Sieger ins Finale des JazzTube-Festivals Bonn gewählt. 2014 gewannen „JIN JIM“ den „Future Sounds“-Wettbewerb der Leverkusener Jazztage und setzten sich dabei gegen fast 200 Mitbewerber durch. 2015 veröffentlichte das Quartett ihr erstes Album „Die Ankunft“.

Der stürmische Erfolg bestärkte sie in ihrem Konzept. Denn „JIN JIM“ ist innovativ und kreativ zugleich. Mit bisher unbekannter Wucht verschmelzen in ihren Stücken Latin, Jazz und Rock miteinander. „Rhythmisch hochkomplex, dafür harmonisch zugänglich, mit Einflüssen von Flamenco über indische Musik bis zum Pop“, so beschreibt Bassist und Komponist Trawinski den unverwechselbaren Musikstil der Band. In dem Zusammenhang ist es nicht verwunderlich, dass „JIN JIM“ schon früh das Interesse der „Young German Jazz“-Reihe weckte, jene Kaderschmiede aus dem Hause ACT, einem deutschen Jazz-Plattenlabel, die herausragenden jungen deutschen Musikerpersönlichkeiten ein Spielfeld zur künstlerischen Weiterentwicklung ermöglicht.

Schließlich wurde ACT-Produzent Siegfried Loch auf die Band aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. Mit „Weiße Schatten“ beweisen die vier Männer, die allesamt schon von klein auf mit Musik konfrontiert waren, dass ihr einmaliger Jazz-Spirit Teil eines großen, musikalischen Weges ist. Eher untypisch im Jazz, bei „JIN JIM“ aber im Fokus vieler ihrer Stücke, ist die Flöte. Meist nur als zusätzliche Klangfarbe eingesetzt, spielt Manrique-Smith mit ihr nun auf virtuose und vielseitige Art und Weise die solistische Hauptrolle. Natürlich dürfen auf der neuen Scheibe auch keine schweren Drum Beats und Wirbel von Stallmann und May fehlen sowie der Sound des alten Artrocks.

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