Aachen: Lange Staus auf der Lütticher Straße

Aachen: Lange Staus auf der Lütticher Straße

Am Wochenende war es besonders schlimm. Wer die Lütticher Straße bis Kelmis fahren wollte, musste etwa eine Stunde Stau zwischen Grenze und Maria im Tann einrechnen. Und morgens und abends zu Berufsverkehrszeiten ist es nicht anders.

Entsprechend harsch fallen die Reaktionen der Betroffenen aus: „Eine Unverschämtheit”, so eine Autofahrerin, die zum Einkaufen nach Belgien unterwegs war. „Das ist so was von bürgerunfreundlich”, schimpft Stadt-Pressesprecher Hans Poth, als Grenzpendler jeden Tag Leidtragender der Wanderbaustelle.

„Jeder sagt, was für ein Schwachsinn. Die Straße war total in Ordnung”, fasst Tankwart Raymund Leyens die Meinung seiner - momentan weniger gewordenen - Kunden zusammen: „Hier war nicht ein einziges Schlagloch, wirklich nicht. Das ist die reine Verschwendung und schreit zum Himmel.” Nach seiner Meinung ist die Ampelschaltung „total verkehrt”. „Morgens kommen tausend Autos von Kelmis und zwei von Aachen. Abends ist es genau umgekehrt.” Und die stauten sich dann bis zur Waldschenke. Was die Gemüter besonders errege, sei die Tatsache, dass die Lütticher Straße wenige Kilometer weiter so desolat sei, dass man fast die Achse breche.

Für den Abschnitt zwischen Schanz und Brüsseler Ring sei halt die Stadt verantwortlich, für das Stück zwischen Ring und Grenze jedoch der Bund, stellt Mischa Miladinovic vom Landesbetrieb Straßen NRW klar. Und der Bund investiere halt wesentlich mehr in seine Straßen als die Kommunen. „Die Notwendigkeit der Maßnahme kommt daher, dass Ausbrüche und Netzrisse vorhanden waren.” Man wolle halt renovieren, bevor die Schäden noch schlimmer - und teurer - würden. Er verweist darauf, dass die Ausfallstraße jeden Tag von immerhin 10.000 bis 14.000 Kfz genutzt wird.

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