Aachen: „Laborangebot“: Experimentieren am Theater Aachen

Aachen : „Laborangebot“: Experimentieren am Theater Aachen

Den Druck rausnehmen und nicht gleich zu Beginn an den Bühnenauftritt denken: Das war den Theaterpädagoginnen Katrin Eickholt und Lisa Klingenburg sowie der Tanzpädagogin Yvonne Eibig besonders wichtig, als sie das neue „Laborangebot“ des Theaters entwickelten. Forschen, experimentieren, ausprobieren und entdecken stehen dabei im Mittelpunkt.

Für verschiedene Altersstufen gibt es dabei jeweils besondere Angebote.

So bekommen Kinder von vier bis sieben Jahren die Chance, sich mit den Klängen des Wassers und der Musik auseinanderzusetzen. „Wasser plätschert, es fließt und strömt“, sagt Lisa Klingenburg, die sich gemeinsam mit den Kindern auch die Frage stellt, wie sich das in der Musik anhören könnte. Angelehnt an den „kleinen Wassermann“ loten sie die musikalischen Facetten des Wassers aus. Das Wasserlabor beginnt am 6. November und endet am 1. Dezember. Die Treffen sind immer montags von 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Interessierte Eltern sollten ihre Kinder im Vorfeld bei Lisa Klingenburg anmelden: lisa.klingenburg@mail.aachen.de

Was ist ein Held? Die Beantwortung dieser Frage ist das Thema eines Labors für Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren. Wird man als Held geboren, oder kann man das lernen? Welche Opernhelden gibt es, und wie klingt ihre Heldenmusik? Mit diesen und vielen anderen Fragen werden sich die Jugendlichen beschäftigen.

„Es ist ein Labor, in dem gelesen, Musik gehört, geschrieben, gespielt und diskutiert wird“, meint Lisa Klingenburg. Start des Heldenlabors in Anlehnung an „Don Giovanni“ ist am 9. Januar 2018, Schluss ist am 11. Februar. Die Jugendlichen treffen sich in dieser Zeit dienstags, 17.30 bis 19 Uhr.

Ohne festes Ziel und ohne den Blick auf eine Aufführung können sich Jugendliche im Tanzlabor mit der Frage beschäftigen, wo eine einfache Bewegung aufhört und zum Tanz wird. „Wir wollen ganz in Ruhe an das Thema Bewegung herangehen“, sagt Yvonne Eibig. Zwar soll es am Ende des Labors so etwas wie eine Werkschau geben, aber eine Bühnenaufführung in strengem Sinne sei nicht geplant.

Tanzlabor

Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Teilnehmer sich ansonsten von Anfang an gestresst fühlen, und immer mit dem Gefühl leben, dass etwas Vorzeigbares herauskommen muss bei ihren Treffen. Und genau das wollen Yvonne Eibig und Katrin Eickholt vermeiden. Das Labor beginnt nach den Herbstferien und findet immer dienstags von 15 Uhr bis 17.30 Uhr statt. Ein zweites Tanzlabor richtet sich an Teilnehmer über 60 Jahre, die Lust haben, sich tänzerisch mit ihrem Körper zu beschäftigen. „Tänzerische Vorerfahrungen sind dabei nicht notwendig“, meint Yvonne Eibig.

In der Zeit vom 6. November bis 11. Dezember sind die Treffen immer montags von 11 Uhr bis 13.30 Uhr, und ab dem 8. Januar 2018 bis zum 5. Februar montags von 15 bis 17.30 Uhr. Interessenten sollten sich im Vorfeld unbedingt per E-Mail bei Katrin Eickholt anmelden: katrin.eickholt@mail.aachen.de.

Alle Angebote sind kostenlos und finden voraussichtlich im Mörgens statt. Und am Ende steht jeweils eine Werkschau. Wie die aber im Einzelnen aussieht, wird sich laut Eibig erst im Laufe der Labore ergeben. Und die verkürzte Laufzeit der einzelnen Angebote soll es erleichtern, die Teilnehmer bei der Stange zu halten.