Aachen: „Kurpark Classix”: Hier ist jedes Konzert handgemacht

Aachen: „Kurpark Classix”: Hier ist jedes Konzert handgemacht

Noch muss man auf dem Weg durch den Kurpark Bauzäunen ausweichen, und rot-weißes Absperrband flattert einem entgegen. Aber die Bühne für das Sinfonieorchester ist bereits aufgebaut, ebenso wie die open-air Tribüne mit ihren 2247 Zuschauersitzen.

Bis also am Freitagabend die „Kurpark Classix” beginnen, ist lediglich noch der Feinschliff zu erledigen.

„Wir begradigen noch einmal den Weg und säubern alles, und dann kann es losgehen”, sagt der Veranstalter Christian Mourad. Er freut sich auf das gesamte Programm, das die Zuschauer am Wochenende erwartet. „Ich freue mich tatsächlich auf alles. Und ich finde, Aachen kann sich mit stolz geschwellter Brust zeigen.”

Das Programm des Sinfonieorchesters vereint nämlich in diesem Jahr Oper, Crossover, Kinderunterhaltung und Klassik.

Drei Tage Programm

Doch ganz einfach war es nicht, dieses Programm auf die Beine zu stellen und zu bewältigen. „Vier Konzerte in nur drei Tagen zu geben, bedeutet eine hohe Belastung”, verrät Marcus Bosch, Generalmusikdirektor des Sinfonieorchesters Aachen.

Aber dennoch haben die Proben, die seit Mittwoch jeden Abend stattfinden, ausgezeichnet geklappt. „Natürlich bleibt es spannend. Jedes Konzert ist handgemacht, und hier wird für viele Zuschauer die Klassik möglich gemacht”, fiebert Bosch dem Wochenende entgegen.

Am meisten freue er sich über die Wettervorhersagen, die angenehme Temperaturen und Trockenheit versprechen, und außerdem auch auf die Gesichter der Besucher nach den Abenden im Kurpark.

„Es ist für jeden etwas dabei, und wenn die Leute beim Antritt des Heimweges ein so zufriedenes Gesicht haben wie im letzten Jahr, dann hat es sich für mich gelohnt”, erzählt er. Und es werden viele Gesichter zu sehen sein, da die Karten im Vorverkauf begehrt waren.

„Trotzdem gibt es die Möglichkeit, an der Abendkasse noch Tickets zu bekommen, für jede der Veranstaltungen. Kurzfristig Entschlossene werden wir nicht abweisen”, sagt Christian Mourad lachend.

11.000 Gäste fanden sich im letzten Jahr im Kurpark ein, eine Zahl, die auch in diesem Jahr erwartet wird.

„Auch neben der Tribüne kann man sich ins Gras setzen und ein Picknick abhalten, während auf der Bühne musiziert wird. Und die Originalität der Picknicks wird sogar bewertet und prämiert, unter anderem mit einem Wochenendtrip nach London”, erzählt Christian Mourad.

Und auch trotz Tribüne, für die 40 Tonnen Stahl verbraucht wurden, und Tausenden Zuschauern wird der Kurpark nach dem Wochenende so hinterlassen werden, wie er vorgefunden wurde, verspricht Mourad.

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