Aachen: Kuratorium des Kappesballs lobt „Öcher-Kappes-Presse-Fluppet“ aus

Aachen : Kuratorium des Kappesballs lobt „Öcher-Kappes-Presse-Fluppet“ aus

„Der Karneval hat eine Zukunft, wenn er so alternativlos ist wie heute“: Diese Erkenntnis blieb der Reporterin am Ende der internationalen Pressekonferenz mit lokalen Medienvertretern zum Kappesball 2018. Diese war im Kreise der alternativen Karnevalisten verbunden mit einer Expertenrunde der teilnehmenden Journalisten und der anschließenden Preisverleihung des ersten „Öcher-Kappes-Presse-Fluppet“.

„Es gibt noch nicht genug Preise in Aachen“, begründete der Moderator und erste Vorsitzende des Kappeskuratoriums, Michael Dannhauer, nachdem er vom Karlspreis über den Orden wider den tierischen Ernst und den Preis der Nationen bis hin zum Preis für das schönste Lächeln dutzende Auszeichnungen, Ehrungen und Würdigungen aufgezählt hatte. Mit Thorsten Neumann bildet Dannhauer „Hoppla — das Duo“, die bei den Kappesköppen nicht fehlen dürfen.

„Eierköpp“ und „Schwaderlappen“: So heißen nicht etwa diese beiden Künstler, sondern die Lieder, die Sänger Kurt Rademacher und Gitarristin Liza Kos beim Kappesball zum Besten geben. Foto: Ralf Roeger

Auf dem Podium für den Medienpreis sitzen die Vertreter von „Aachener Nachrichten“ und „Aachener Zeitung“, das Eilendorfer Magazin — und natürlich Heinrich Schnützer, Chefredakteur der Karnevals-Fachzeitschrift „Kamelle & Co“. Er kennt sich aus auf dem karnevalistischen Parkett, ist jeden Tag nah dran am Geschehen, kennt jedes Mariechen mit Vornamen und ist sich nicht zu schade, auch mal selbst mit Konfetti zu werfen. „Das ist ein ganz schöner Kochenjob!“, stellte er fest.

Und: „Alle Mariechen müssen namentlich genannt werden, auch wenn die Optik zunehmend wichtiger ist.“ Klasse statt Masse sei gefragt. Bei den Stimmungssängern tue sich ebenfalls einiges: Da gibt es Hans Montag und Dieter Dienstag, und ein gewisser Heiland, Pardon, Kurt Christ sorge für Stimmung auf allen Bühnen. „Das ist es, worauf es ankommt! Stimmungssänger müssen Stimmung machen“, betonte der Moderator.

Über das größte Fachwissen auf dem Podium verfügte eindeutig der Kollege Heinrich Schnützer. Und er hatte auch stets eine besonders pfiffige Schlagzeile für den Kappesball parat. Dafür wurde er einhellig zum Sieger des ersten „Öcher-Kappes-Presse-Fluppet“ ernannt.

Stars und Sternchen

Begleitend gab es ein kulturelles Rahmenprogramm mit ausgewählten Stars und Sternchen aus dem Kappes-Ensemble. Sänger Kurt Rademacher, begleitet an der Gitarre von Liza Kos, gab ein Lied über „Eierköpp“ und „Schwaderlappen“ zum Besten. Das Duo Diagonal mit Deana Kozsey und Holger Enrich stellte einmal mehr unter Beweis, dass es die perfekte Mischung zwischen Glamour und Chaos bietet. Und die Öcher Russin Liza Kos, bekannt von vielen Aachener Bühnen, war mit ihrer Gitarre auch solo dabei.

Mehr von diesen Spitzenkräften des modernen, alternativen Karnevals können Aachens Alternativjecken ab Freitag, 2. Februar, bei der Satire-Hölle im Saalbau Kappertz live erleben.

Seinen Einstand beim Kappesball gibt dabei übrigens Kabarettist Udo Wolff, bekannt von der Öcher Comedy Night und dem noch neuen Kulturformat „Kunst, Musik und Comedy“. Für den guten Ton sorgt die Band „The Four Shops“ mit Sören Leyers, Andy Zingsem, Mario Adler, Michael Mertens plus Andy Reinard und Joonas Lorenz.

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