Aachen: Kunst, Kultur und jede Menge Musik beim Kimiko Festival

Aachen : Kunst, Kultur und jede Menge Musik beim Kimiko Festival

Es scheint so etwas wie ein unausgesprochenes Gesetz zu sein, das unter Partyleuten und Festivalbesuchern herrscht. Die Rede ist vom idealen Zeitpunkt. Nämlich der, wenn sich ein eher leerer Platz auf einmal füllt und von jetzt auf gleich getanzt und ausgelassen gefeiert wird. Wann genau dieser Zeitpunkt ist, wissen wohl nur die Festivalbesucher selbst.

So auch beim Kimiko Isle of Art Festival rund ums Ludwig Forum. Drei Tage lang präsentieren euregionale und internationale Bands, Künstler und DJs ihr musikalisches Talent inmitten einer tollen Location. Zusätzlich sorgen Kinderprogramme, Museumsführungen, Aftershowpartys sowie eine kleine Entspannungsoase für ein buntes Rahmenprogramm. Eröffnet wurde das Kimiko Festival mit insgesamt drei Bühnen bereits am gestrigen Freitag.

Die Lady Boys haben die Isle of Art Stage beim Kimiko-Festival rund ums Ludwig Forum gerockt. Foto: Andreas Steindl

Wobei von ausgelassener Stimmung am Nachmittag noch nichts zu merken war. Trotz offiziellem Programmstartschuss um 14 Uhr wurde noch fleißig an Teilen des Bühnenequipments geschraubt und einiges aufgebaut. Ein paar wenige Gäste schauten sich auf dem Gelände um und warteten auf den großen Ansturm. Und dann, in den frühen Abendstunden, wurde es auf einmal richtig voll. Als hätten sich die Feierwütigen untereinander abgesprochen.

Für die Gruppe „Rivers Band“ aus Aachen hieß es letztmalig tief durchatmen und rauf auf die Bühne. Für die drei Jungs eine Premiere. „Es ist das erste Mal, dass wir auf einem Festival spielen. Dementsprechend sind wir schon ganz schön nervös, aber vor allem freuen wir uns auf den Auftritt“, sagte Bandmitglied Leonard. Ihre Musik ist eine experimentelle Mischung aus Funk, Jazz und Rockeinflüssen. Die Sympathien des Publikums gewannen sie schnell und ihre Festival-Feuertaufe war somit ein voller Erfolg.

Organisator Rick Opgenoorth blickt mit Spannung auf die kommenden zwei Tage. „Der Vorverkauf lief gut, hätte aber noch Luft nach oben. Allerdings sind die Resonanzen in unserem Umfeld und auf diversen Social-media Kanälen sehr gut. Nachdem wir im Juni erstmals die kleine Schwester ,Kimiko Isle of Campus‘ präsentierten, geht es nun hier weiter.

Die beiden Festivals haben unterschiedliche Konzepte, wir haben gezeigt, dass es auch woanders möglich ist, aber auch dass die Bindung zum Ort eine Rolle spielt“, so Opgenoorth. Während beim „Isle of Campus“ vor allem rockige, deutschsprachige und viele Hip-Hop-Acts am Start waren, geht es beim „Isle of Art“ deutlich akustischer und familiärer zu. „Die Atmosphäre hier ist einfach toll und auch für Kinder gibt es Programm.

Musikalische Highlights dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen. Ich bin mir sicher, dass dem Besucher beide Kimiko-Veranstaltungen gefallen werden. Am Samstag und Sonntag treten nicht nur unverwechselbare Bands auf, auch die Finissage der großen 68er Ausstellung im Ludwig Forum sorgt sicherlich für top Stimmung und großen Zulauf “, ergänzte Opgenoorth.

Währenddessen brachten „Tonbandgerät“ zu später Stunde auf der „Island Stage“ das Partyvolk zum Tanzen. Die Liebe zu analogen Klängen und ein kaputter CD-Player im Auto führte sie zu ihrem Bandnamen. Die Indie Popband aus Hamburg, die 2012 den New Music Award erhielt, begeisterte mit deutschen Texten und tanzbaren Sounds. Der erste Abend des „Kimiko Isle of Art“ Festivals fing ruhig an, endete dafür aber umso ausgelassener und weckte bei den Besuchern Lust auf mehr.

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