Aachen: Künstlerin Uta Göbel-Groß zeigt Werke mit afrikanischer Seele im Kukuk

Aachen : Künstlerin Uta Göbel-Groß zeigt Werke mit afrikanischer Seele im Kukuk

Acht Mal war die Aachener Künstlerin Uta Göbel-Groß im Rahmen von Arbeits- und Studienaufenthalten in Südafrika, und acht Mal hat sie dabei ihr afrikanisches Herz entdeckt. „Mein Herz ist schwarz, mein Herz ist weiß“ nennt sie folglich zwei Körperbilder, die jene Einheit von Herzlichkeit, Freundschaft, Partnerschaftlichkeit, Kollegialität und Gemeinschaft beschwören, die sie dort erlebte.

Schier unermesslich sind die Eindrücke und Erlebnisse aus den Aufenthalten, die sie in die Townships von Kapstadt, aber auch in entlegene Regionen führten und sie mit den unterschiedlichsten Menschen zusammenbrachte.

Als Auftakt zu den „Nelson-Mandela-Aktionstagen“ zu seinem 100.Geburtstag am 18. Juli zeigt sie nun rund 50 für sie typische Arbeiten, meist Gemälde in Rot- und Erdtönen, die alle während dieser Reisen vor Ort in Afrika entstanden sind und eine typische afrikanische Seele besitzen.

Fast immer mischt Uta Göbel-Groß Erden, Sand und Asche, die sie vor Ort findet, zu ihren Acrylfarben und Tuschen, fast immer zieht feuriges Rot, erdiges Braun und tiefes Schwarz den Besucher in den Bann der magischen Farben Afrikas.

Das Leben, die Angst und der allgegenwärtige Tod spielen die Hauptrollen, aber auch die Natur und vor allem der Tafelberg sind mächtig. Mit Blick auf diesen symbolträchtigen Berg hat sie gewohnt und das gewaltige Naturschauspiel mit Wolken, Nebeln und Wettern in kleinen Bildern festgehalten.

„Angstkästchen“

Besonders beeindruckend sind die rot-erdigen „Angstkästchen“ aus dem Jahr 2005. Damals bemalte und gestaltete Uta Göbel-Groß Kartons, die sie auf der Straße fand, und schnürte sie zu Päckchen zusammen.

Noch heute strömen sie jene Unsicherheiten und Furcht aus, in der sie damals lebte. Angst vor Gewalt, Überfällen, Begegnungen mit dem Tod und Krankheiten, aber auch generelle Sicherheitsmängel und eine hohe Kriminalitätsrate spielten eine enorme Rolle im afrikanischen Alltag und blieben auch den Künstlern, die sich im Alltag der Schwarzen, weit jenseits von touristischen Pfaden, bewegten, nicht verborgen.

Die ebenso erinnerungsträchtige wie weltenverbindende Ausstellung mit dem Titel „Capetown calling“ versteht sich als Auftakt zu vier Aktionen zum 100. Geburtstag von Nelson Mandela und hängt ab dann noch bis zum 5. August im Kukuk an der Grenze, Eupener Straße 420.

Besichtigt werden kann die Ausstellung freitags und samstags von 14 bis 19 Uhr sowie sonntags von 11 bis 19 Uhr.