Konzert des Jugendsinfonieorchesters Aachen

Jugendsinfonieorchester Aachen : 50 junge Leute spielen Schubert und Beethoven

Franz Schuberts Ouvertüre zur „Zauberharfe“ und Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale" stehen in diesem Jahr im Fokus des Jugendsinfonieorchesters Aachen.

Das ganze Jahr üben die knapp 50 Kinder und Jugendlichen für das große Konzert, das traditionell zum Tag der Deutschen Einheit stattfindet.

„Es ist sehr spannend für mich, im Theater auf der anderen Seite zu sein und ins Publikum zu schauen. Ein wenig aufgeregt ist man schon, wenn man auf der großen Bühne spielt“, erzählt der 15-jährige Felix Hansen. Er spielt Posaune und freut sich auf das dritte große Konzert, bei dem er dabei ist.

Lust auf Klassik

Maren Pullmann spielt Cello und ist seit sechs Jahren dabei. Beim Üben wird sie unterstützt von Léonie Garmond, die als professionelle Cellistin vom Orchester dabei ist. „Es macht uns Profis großen Spaß zu sehen, mit wie viel Begeisterung der Nachwuchs bei der Sache ist“, erzählt Léonie Garmond. Neben ihr betreuen Martin Hoffmann, Claudius Wettstein und Simon Bales die Teilnehmer professionell. „Ich freue mich sehr darüber, was ich in den letzten Jahren alles Neues lernen konnte. Es geht so locker zu, nicht wie bei einem Vorspiel. Das macht uns Lust auf klassische Musik", erzählt Maren Pullman, deren Lieblingskomponist Robert Schumann ist.

Richtig üben

Von den vier Profis können die Mädchen und Jungen sich so manchen Trick abgucken. „Zum Beispiel, wie man richtig übt. Das ist nämlich gar nicht selbstverständlich“, erzählt Felix Hansen. Seit April finden intensive Probenwochenenden statt. Für das Konzert am Mittwoch, 3. Oktober, ab 11 Uhr im Theater Aachen wurde ein sehr abwechslungsreiches Programm mit großen Komponisten zusammengestellt.

„Das Jugendsinfonieorchester Aachen geht auf eine Initiative des Aachener Cellisten Walter Mengler zurück, selber langjähriges Mitglied im Sinfonieorchester Aachen und darüber hinaus international engagierter Cellopädagoge", erklärt Garmond. Menglers Idee sei es gewesen, Kindern und Jugendlichen aus Aachen und der Region zusätzlich zum normalen Musikunterricht und ihren Schulorchestern die Möglichkeit zu geben, einmal im Jahr ein richtiges Sinfoniekonzert zu spielen.

Kooperation mit Schulen

In enger Zusammenarbeit mit den Musiklehrern der Aachener Gymnasien und vieler Instrumentallehrer der Region konnte Mengler 1996 für ein erstes Projekt jugendliche Streicher, Bläser und Schlagzeuger zur Mitwirkung gewinnen. Unter Leitung von Jeremy Hulin, damals 1. Kapellmeister am Theater Aachen, wurde das allererste Konzertprogramm mit Beethovens 5. Sinfonie und Gershwins „Rhapsodie in Blue" einstudiert. Damals trat das heutige Jugendsinfonieorchester noch unter dem Namen „Orchesterwerkstatt“ im Einhard-Gymnasium auf, wo auch die ersten Konzerte stattfanden.

Ein ganz besonderer Höhepunkt war eine Konzertreise in die amerikanische Partnerstadt Arlington im Jahr 2001. Seit 2005 übernimmt das Theater Aachen die Werbung für die Konzerte, stellt seinen Probensaal für die Proben und das Große Haus für die Konzerte zur Verfügung. Der Verein der Musik- und Theaterfreunde hilft bei der Finanzierung der Projekte.

Tickets sind im Vorverkauf beim Kundenserive Medienhaus Aachen am Elisenbrunnen erhältlich. Infos zum Jugendsinfonieorchester gibt es auf www.theateraachen.de.