Aachen: Konzert des Horbacher Chores im Krönungssaal begeistert Besucher

Aachen : Konzert des Horbacher Chores im Krönungssaal begeistert Besucher

„Musik ist die einzige Sprache, die nicht lügt“, stellte Vorsitzender Leo Pontzen bei der Begrüßung zum ersten weihnachtlichen Konzert im Aachener Krönungssaal fest. Anschließend dominierten Gesang und Musik zweieinhalb Stunden abwechselnd und bescherten einen Hochgenuss, für den es am Ende riesigen Beifall gab, den sich der St.-Marien-Gesangverein Aachen-Horbach und die Gäste von den Rheinsirenen redlich verdient hatten.

Die Horbacher Meistersinger (zwölfmaliger Meisterchor im Chorverband NRW) unter Chordirektor Ando Gouders hatten sich mit der Damen-Band und Salon-Orchester Die Rheinsirenen einen exzellenten Klangkörper für ihren jährlichen Höhepunkt auserwählt. Hinzu kamen Solist Christian Brülls, Theo Palm am Flügel und eine erlesene bunte Mischung des Repertoires, so dass der Erfolg schon programmiert war.

Weihnachtskonzert der Horbacher „Meistersinger“: Der Krönungssaal im Rathaus war sehr gut gefüllt, was nicht nur den Vorsitzenden der Meistersinger Leo Pontzen (kleines Foto) sehr freute. Foto: Andreas Steindl

Leicht und Locker präsentierte sich der Chor aus Horbach zum Auftakt mit „Dschingis Kahn“ und „A Roving“, um dann im zweiten Block feierlich zu gefallen, mit dem „Credo“, „Renovabis Faciem Terrae“, „Die Rose“ und „Jerusalem“, bei dem Christian Brülls meisterlich brillierte.

Adventlich und weihnachtlich ging es weiter, hier kamen „Siyahamba“ (geistliches Lied aus Südafrika) und „Bonse Aba“ (traditioneller Song aus Sambia), bei dem Thomas Noetges als Solist starken Beifall erhielt, bei den Besuchern besonders gut an. „Hymne an die Nacht“, „Weihnachtsglocken“, die „Petersburger Schlittenfahrt“ und „Jingle Bells“ (Solo Christian Brülls) waren die gesangliche Einstimmung auf Weihnachten.

Die Rheinsirenen, sechs fesche Damen, trafen mit ihrem Repertoire und flottem Sound ebenfalls den Geschmack der Zuschauer. Oldies, Ohrwürmer wie „Liebling, mein Herz lässt Dich grüßen“ (Klassiker der 30er Jahre), „Zwei rote Lippen und ein roter Tarragona“ ließen sogar Lust aufs Tanzen aufkommen.

Dann wurde es kriminell mit „Miss Marple“, ehe die gute alte Zeit in den USA an der Reihe war, mit dem Hit der legendären Andrew Sisters „Bei mir bistu shein“. Klassik lag beim zweiten Auftritt der Damen in Rot in der Luft, Werke von Bach („Air“), Tschaikowski („Tanz der Zuckerfee“), Händel („Wassermusik“) und Humperdinck („Weihnachten“) wurden stimmungsvoll und gekonnt serviert, machten nachdenklich.

Gemeinsamer Auftritt

Blumen für die Band-Damen, für Chordirektor, Solisten und die Meistersinger sorgten mit der Zugabe „Cantique de noel“ für einen Höhepunkt des Abends. Mit einem gemeinsamen Auftritt wurde zum Abschluss ein großartiger Konzertabend gesanglich zu einem „feierlichen Weihnachtsfest“, denn „Es ist ein Ros entsprungen“, „Herbei, o ihr Gläubigen“ und das „Tochter Zion, freue dich“ beendeten einen Konzert-Leckerbissen erster Güte.

Am Samstag, 16. Dezember, 18 Uhr, gibt es dann noch ein zweites Konzert im Krönungssaal, für das noch Restkarten zu bekommen sind.

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