Aachen: Konzept ging auf: In der Pontstraße blieb es friedlich

Aachen: Konzept ging auf: In der Pontstraße blieb es friedlich

Schon seit Jahren hat es um Diskussionen um die Verhältnisse in der Pontstraße gegeben, jetzt scheinen die Ordnungskräfte das richtige Konzept gefunden zu haben.

In der Nacht zum 1. Mai ging es in der Feiermeile der Stadt nämlich einigermaßen friedlich zu - bei allerdings nur mittlerem Besucheraufkommen, so ein Polizeisprecher. Wirte, Anwohner und Gäste hatten gleichermaßen ihren Unmut geäußert, anlässlich der Europameisterschaft 2008 etwa hatten die Fußballübertragungen auch Rechtsradikale angezogen, wiederholt kam es zu Ausschreitungen. Es gab zahlreiche Klagen, dass sich die Pontstraße zu einer Art rechtsfreien Raum entwickelt habe, mit Partymusik aus fahrenden Autos und Trinkgelagen auf offener Straße bis tief in die Nacht.

Die Thematik beschäftigte auch die Kommunalpolitik, die die Einhaltung geltender Spielregeln in Bezug etwa auf Jugendschutz, Außenausschank und Lärmemmission forderte. Und eine stärkere Präsenz der Ordnungskräfte. Die gibt es inzwischen, Beamte des Ordnungsamtes schauen mit ihren Kollegen von der Polizei nach dem Rechten. Und zwar in deutlich erhöhter Anzahl im Vergleich zu früheren Jahren.

Die Rechnung geht offenbar auf. Polizeisprecherin Sandra Schmitz: „Dieses Jahr sind die Einsatzzahlen zurückgegangen.” Wie viele Beamte genau im Einsatz waren, will sie aus taktischen Gründen nicht verraten, aber eine besondere Rolle scheinen die Fahnder in Zivil zu spielen, die den Uniformierten wertvolle Tipps geben können. Und so wird man auch weiter an einsatzstarken Tagen verfahren, etwa im Sommer oder an Halloween.

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