Aachen: Konferenz will Preuswald-Bad retten

Aachen : Konferenz will Preuswald-Bad retten

Für den Weiterbetrieb des Hallenschwimmbads im Preuswald macht sich die Stadtteilkonferenz Preuswald stark. In einem Brandbrief fordern deren Sprecherinnen Beate Brinkkötter, Birgitt Valk und Gabriele Jülich jetzt die beteiligten Parteien Stadt Aachen, Deutsche Annington und Stiftung Marienhospital auf, alle Maßnahmen für den weiteren Betrieb zu ergreifen.

In ihrer jüngsten Sitzung hat die Stadtteilkonferenz mehrere Punkte formuliert, die der Rettung des von der Schließung bedrohten Bades dienen sollen. Grund ist die Sanierungsbedürftigkeit und die sich daraus ergebende mangelnde Wirtschaftlichkeit des Bades für das Marienhospital als Pächter. Die Stadtteilkonferenz fordert nun die Nutzung über das Jahresende hinaus. Dafür soll unter anderem eine Schwimmbadtechnikerin engagiert werden. Die Stadt soll zudem auch im Preuswald die sonst üblichen Zuschüsse (sechs Euro pro Besuch) zur Deckung der Betriebskosten beisteuern. Stadt und Deutsche Annington sollen aushandeln, wer für die nichtgedeckten Kosten aufkommt.

Aus Sicht der Stadtteilkonferenz ist der kontinuierliche Weiterbetrieb des Bades unerlässlich, weil eine vorübergehende Stilllegung zu großen Schäden an Becken und Abdichtung führen würde.

Das etwa 40 Jahre alte Schwimmbad, das vor allem für ein breites Kursangebot vom Babyschwimmen bis zum Schwimmen für Behinderte genutzt wird, habe für die Lebensqualität im Stadtviertel eine wichtige Bedeutung. Unter anderem suche auch der Seniorensport ein weiteres Becken für seine Kurse, argumentiert die Stadtteilkonferenz. Kursleiter würden für weitere Kurse zur Verfügung stehen.

Gegen die Schließungspläne gibt es seit Bekanntwerden im April heftige Proteste. Vor wenigen Wochen hat der Stadtsportbund bekanntgegeben, dass er sich ein Engagement im Preuswald vorstellen könne und den Weiterbetrieb des Schwimmbads gewährleisten wolle.

(gei)
Mehr von Aachener Nachrichten