Kommentiert: Zu viele Pannen zur Unzeit

Kommentiert: Zu viele Pannen zur Unzeit

Aseag — Der gute Einstieg. Ach, wäre der sympathische Spruch doch wahr. Es läuft in diesen Tagen nicht rund bei der roten Flotte, die doch so bedeutend für die luftverpestete Stadt ist, die sich derzeit mitten in einem Abwehrkampf gegen ein drohendes Dieselfahrverbot befindet.

Nichts ist jetzt wichtiger als ein reibungslos funktionierender und begeisternder Nahverkehr, der es den Fahrgästen so einfach und bequem wie möglich macht. Wer das Auto stehen lassen soll, will für den Weg von A nach B schließlich eine gute Alternative haben. Stattdessen aber verärgert die Aseag derzeit sogar ihre Dauerkunden, die oftmals gar keine andere Wahl als Busfahren haben: Schüler, Studenten, Ärmere und Rentner.

Sie sehen sich mit einem E-Ticket konfrontiert, dessen Sinn sich nicht erschließt, erleben eine schleppende Zustellung der neuen Abos, die unverständlicherweise auch noch entwertet werden sollen, und müssen nun auch noch eine blöde Datenpanne ertragen. Ein Unternehmen, das solche Schlagzeilen macht, wirkt nicht besonders kundenfreundlich und wird Mühe haben, eingefleischte Autofahrer zum Umstieg zu bewegen.

Busfahren muss simpel, verständlich, zuverlässig und preiswert sein. Von allem hat Aachens wichtigster Personenbeförderer derzeit zu wenig zu bieten. Es ist allerhöchste Zeit, dass die Aseag wieder zurück in die Spur findet.

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