Kommentiert: Unvollständig

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Heikel ist das Asbestthema allemal, erst recht, wenn Schulen und Kindertagesstätten betroffen sind. Welche Eltern sorgen sich da nicht um ihre Kinder? Für die Stadt ist es daher eine Gratwanderung, über die Gefahren, die in dem alten Asbestputz lauern, zu informieren.

Ob die Veranstaltung am Dienstag Ängste nimmt oder vielleicht doch eher schürt, werden wohl erst die nächsten Tage zeigen. Fakt ist, dass die Fachleute der Presse den Stand der Dinge sachlich und verständlich dargelegt haben. Eine akute Gefahr besteht demnach für niemanden, der sich in den betroffenen Klassenzimmern, Pausen- oder Spielräumen aufhält.

Und das wollen wir den Experten auch gerne glauben. „Sensibel und transparent“ wolle man mit der Thematik umgehen, betonte Aachens oberster Gebäudemanager Klaus Schavan. Umso unverständlicher ist es, dass er dann doch ein so großes Geheimnis um die betroffenen Schulen und Kitas macht.

Nur jede vierte städtische Einrichtung muss demnächst etwas größere Vorsicht beim Löcher in die Wände machen walten lassen. Aber in allen 115 Schulen und Kitas tappen die Mitarbeiter und Eltern heute im Ungewissen. Das ist nicht transparent, das ist eine unvollständige Weitergabe von Wissen. Unverständlich und ärgerlich.

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