Aachen: Komba-Warnstreik: Drei Kitas blieben zu

Aachen : Komba-Warnstreik: Drei Kitas blieben zu

Die Beschäftigten der Länder im Öffentlichen Dienst haben ihren Tarifabschluss schon eingefahren, die der kommunalen Arbeitgeber dagegen kämpfen weiter um deutliche höhere Gehälter. Rund 300 Kita-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Beschäftigte aus den sozialen Berufen, organisiert in der Komba-Gewerkschaft NRW, versammelten sich in Aachen, etwa ein Drittel von ihnen war aus der Städteregion in die Metropole gekommen.

Der größte Teil der Aufbegehrenden ist bei der Stadtverwaltung beschäftigt. „Auf jeden Einzelnen kommt es an, jede Stimme zählt. Gemeinsam sind wir stark“, sagte Inge Förster, Leiterin des Arbeitskreises Soziales und Erziehung, bei der Kundgebung am Bahnhofsplatz.

Sandra Van Heemskerk, Erzieherin aus Mönchengladbach, sitzt mit am Verhandlungstisch in Potsdam und erwartet, dass die Gegenseite bei der nächsten Verhandlungsrunde am Donnerstag deutliche Zugeständnisse macht. „Die Arbeitgeber sind nicht gewohnt, dass dieser Bereich auf die Straße geht.“ Das liege an dem hohen Verantwortungsgefühl der Beschäftigten, auch Kindern und Eltern gegenüber. Diese zeigten jedoch Verständnis für die Arbeitsniederlegungen, die in der Stadt Aachen am Montag dazu führten, dass drei Kitas ihre Tore geschlossen halten mussten, in fünf weiteren wurden Notdienste eingerichtet. Hubert Meyers, Ehrenvorsitzender der Komba in Aachen, war stolz darauf, fast alle Mitglieder in diesem Bereich rausbekommen zu haben.

Für Mittwoch, 15. April, ruft erneut Verdi die Mitglieder im Sozial- und Erziehungsdienst ab sechs Uhr zum ganztätigen Warnstreik auf, dann dürfte die Zahl der betroffenen Kitas wesentlich größer sein. Den Komba-Mitgliedern ist an diesem Tag freigestellt, aus Solidarität mitzumachen. Meyers: „Wir erteilen die Warnstreik-Freigabe für Mitglieder.“

(hau)
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