Aachen: Kölner Künstler Stamatis Papazoglou stellt erstmals in Aachen aus

Aachen : Kölner Künstler Stamatis Papazoglou stellt erstmals in Aachen aus

Mit vollem Körpereinsatz und viel handwerklichem Arbeitsgerät geht der Kölner Künstler Stamatis Papazoglou ans Werk, um seine ungewöhnlichen Bilder auf Leinwand zu schaffen. Doch er greift kaum zum Pinsel, nutzt auch keine Schwämme, Rakel oder die Hände, um Farbe aufzutragen, sondern meist zerrissenes Papier.

Altpapierfetzen, vor allem von Zeitungen, Geschenkpapier, Werbung, Comics und alte Landkarten trägt er in zentimeterdicken Schichten wie eine Collage auf, um sie dann unter anderem mit Messern, Hochdruckreiniger und der Schleifmaschine kraft- und kunstvoll zu bearbeiten.

Papazoglou trägt Material auf und ab, stellt Collagen her, wiederholt die Prozesse, bis ihm das Ergebnis zusagt. Schnelle Entscheidungen sind gefragt, was einmal abgetragen ist, bleibt als Farb- und Papierstaub im Atelier zurück. Der Kölner Künstler, der in Aachen zur Welt kam und in Düsseldorf und Wien Kunst studierte, setzt als Kriterien auf Komposition und Dekomposition, Rhythmus, Farbigkeit, Dynamik und Neuigkeit. In der Tat schafft er nie vorher gesehene Arbeiten.

In jedem Fall treffen sie mit ihrer Dynamik und Farbigkeit. Stamatis Papazoglu hält die Flut auf und an und dekonstruiert ihre Wucht, indem er sie in kleinen Teilchen festhält.

Erstmals bestreitet der Künstler eine Einzelausstellung in der Galerie Freitag 18.30, nachdem er etliche Schauen vor allem in Köln und Berlin, aber auch in London, den USA und China hatte. Zu sehen ist seine außergewöhnliche Ausstellung noch bis zum 23. Juni an der Steinkaulstraße 11 immer donnerstags von 14 bis 21 Uhr, freitags von 18.30 bis 21 Uhr und samstags von 14 bis 18.30 Uhr sowie nach Absprache unter Telefon 0163/60666 22.

(ipf)
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