Aachen: Kleingärtner von „Groß Tivoli” in Berensberg schon heimisch

Aachen: Kleingärtner von „Groß Tivoli” in Berensberg schon heimisch

Grade mal rund 2000 Meter Luftlinie sind es von der neuen Anlage der Kleingärtner von „Groß Tivoli” zum Zweitliga-Stadion der Alemannia. Dem Stadion, für das die Gartenfreunde ihre liebgewonnen Parzellen haben räumen müssen. „In der alten Anlage steckte ein Menge Herzblut”, sagt Hubert Coonen, Vorsitzender des Kleingartenvereins „Groß Tivoli”.

Aber nach nunmehr zwei Jahren am neuen Standort in Berensberg haben sich alle, die den Umzug mitmachten, richtig gut eingelebt. „Mittlerweile will hier keiner mehr weg”, sagt Coonen. Am Wochenende feierten die Kleingärtner von „Groß Tivoli” ihr erstes Sommerfest am Berensberg.

Nun blühen in den 39 Parzellen Flieder und Rosen. Junge Apfelbäume und Tomatensträucher tragen schon viele Früchte. Um die Parzellen auf Vordermann zu bringen, mussten die Kleingärtner eine Menge Arbeit investieren. „Wir haben hier wieder völlig von vorn angefangen”, sagt Coonen. „Wir haben Weideland übernommen.” Daraus machten die erfahrenen Gärtner wieder ansehnliche Parzellen.

Aber bis die Beete oder Teichanlagen wieder so schön waren, mussten alle Vereinsmitglieder kräftig anpacken. „Jeder hatte ja für sich schon viel zu tun. Darum bin ich wirklich froh, dass die Mitglieder auch an den Verein gedacht haben und am Spielplatz und im Vereinsheim kräftig mitgeholfen haben”, sagt Coonen.

Hilfe untereinander

Und auch untereinander gehen sich die Kleingärtner gern zur Hand. „Ich habe mir Kies anliefern lassen und keinen gefragt, ob er mir hilft. Als ich anfangen wollte den Kies zu meiner Parzelle zu fahren, warteten schon fünf Leute mit der Schubkarre, um mir zu helfen”, erinnert sich Albert Meyer, zweiter Vorsitzender von „Groß Tivoli”. Mit so viel Einsatz waren die Gartenparzellen schnell hübsch anzusehen. „Was hier in den beiden Jahren schon gewachsen ist, ist der Wahnsinn”, sagt Meyer.

Und nicht nur in botanischer Hinsicht ist etwas gewachsen. Auch zu den Anwohnern haben die Kleingärtner ein gutes Verhältnis entwickelt. „Die Leute aus Laurensberg, Richterich und Berensberg kommen oft hier her”, sagt Coonen. „Wir haben viele Freundschaften geschlossen, auch mit denen, die uns zuerst nicht hier haben wollten.” Auch die St. Sebastianus-Schützen Berensberg-Rumpen wurden für Coonen und seine Vereinskameraden schnell zu echten Freunden.

Die Kleingärtner sind also schon nach kurzer Zeit tief in ihrer neuen Heimat verwurzelt. Und dort am Rande der Soers begrüßen sie häufig Gäste und Besucher, die auch den wunderbaren Ausblick auf die Stadt genießen wollen. „Das ist ein der schönsten Naherholungsgebiete in Aachen”, sagt Meyer, „und für uns ein echtes Paradies.”

So feierten die Kleingärtner ihr Sommerfest mit vielen Gästen. Sie tanzten am Samstagabend und hielten am Sonntag einen gemütlichen Frühschoppen ab. Dazu gab es Livemusik und einige Show-Einlagen.

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