1. Lokales
  2. Aachen

Videoprojekt zum Internationalen Frauentag: Klare Kante gegen die Ungleichbehandlung

Videoprojekt zum Internationalen Frauentag : Klare Kante gegen die Ungleichbehandlung

Der Internationale Weltfrauentag am 8. März steht in Aachen und Umgebung im Zeichen eines interaktiven Theaterprojekts. Rund 100 Menschen haben sich daran beteiligt. Das entstandene Video findet man auf dem Youtube-Kanal des Aachener Theaterensembles „Das Theaterbüro“.

Ins Leben gerufen hat das Theaterbüro die Aktion mit den Gleichstellungsbüros der Städte Aachen und Würselen sowie dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), Region NRW-SüdWest. Das Projekt #verbündete soll zeigen, dass auch in Zeiten der Pandemie Solidarität mit und unter Frauen wichtig ist – vielleicht wichtiger denn je. ,,Es freut uns sehr, dass sich beim diesjährigen Weltfrauentag in der Städteregion Aachen nicht nur vier verschiedene Institutionen zusammengetan haben, sondern wir darüber hinaus noch zahlreiche ‚Verbündete’ haben, die ihr Gesicht als Zeichen der Solidarität zeigen wollen” sagt Elena Boecken, Mitbegründerin des Theaterbüros.

„Das vergangene Jahr hat durch die Corona-Pandemie viele Menschen einsamer gemacht, Familien und Einzelpersonen extrem gefordert, und die Isolation brachte einige an die Grenzen ihrer psychischen Belastbarkeit. Die Krise zeichnet sich auch als Krise der Frauen ab“, resümiert Sabine Bausch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aachen. „Die aktuelle Situation verschärft die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern. So wird besonders deutlich, dass Frauen überproportional Sorge- und Hausarbeit übernehmen und dafür Arbeitszeit reduzieren“, sagt Silke Tamm-Kanj, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Würselen.

Der Weltfrauentag macht immer wieder auf solche Missstände aufmerksam. „Genau aus diesem Grund war es uns so wichtig, ihn dieses Jahr nicht unkommentiert verstreichen zu lassen”, erklärt Aylin Duman, Mitbegründerin des Ensembles und Regisseurin des Projekts. „Mit der im Video verarbeiteten Fotoaktion #verbündete wollen wir Sichtbarkeit schaffen. Die zentrale Botschaft: Wir können uns vielleicht zurzeit nicht persönlich sehen – dennoch wollen wir weiterhin zuhören, lernen und uns untereinander vernetzen”, Ann-Katrin Steibert, DGB-Region NRW Süd-West.

„Uns war es wichtig, dass jedes Ensemblemitglied ein eigenes Thema und eine eigene Ästhetik mit in den Schaffensprozess einbringen konnte”, betont das einzige männliche Ensemblemitglied Sven Bünemann. So finden der Stand der Gleichberechtigung, die Gefahren und Auswirkungen toxischer Maskulinität und die Netzwerkarbeit von Frauen gleichermaßen Platz.

<aside class="park-embed-html"> <iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/WqVRNyLuX54?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe> </aside>
Dieses Element enthält Daten von YouTube. Sie können die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren
(red)