Aachen: Kita-Streik: „Stadtrallye” durch Aachen

Aachen: Kita-Streik: „Stadtrallye” durch Aachen

„Bildung für alle”: Mit einer „Stadtrallye” haben streikende Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Beschäftigte der Offenen Ganztagsschulen (OGS) am Dienstag in Aachen ihren Forderungen Nachdruck verliehen. Ein Vertreter der Gewerkschaft Verdi schätzte die Zahl der Teilnehmerinnen auf gut 300.

Die Beschäftigten der der Sozial- und Erziehungsberufe in den Kommunen kämpfen für einen Tarifvertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung.

Erste Station der „Stadtrallye” war das städtische Jugendamt an der Mozartstraße, wo die Beschäftigten der kommunalen Kindertagesstätten mit Gesang und Sprechchören auf sich aufmerksam machten und ihre Forderungen in einem großen Chor verlasen: bessere personelle Ausstattung, Krankheitsvertretung (Springerpool), feste Arbeitsverträge, Küchenpersonal, regelmäßige Vorbereitungszeit und eine Überprüfung der Arbeitsbedingungen (Lärm, Raumkapazität).

Die OGS-Kräfte fordern unter anderem mehr Erzieherinnen und Sozialpädagoginnen in der Nachmittagsbetreuung der Schulkinder, kleiner Gruppen und ein Ende der „Bahnhofhallenatmoshäre”, sprich besseren Lärmschutz.

Von Jugendamt zogen die Demonstrantinnen zum Katschhof, nachmittags demonstrierten sie am Willy-Brandt-Platz und am Theaterplatz.

Von den 58 städtischen Kindertagesstätten in Aachen waren am Dienstag nur einige wenige geöffnet. Nach Angaben des städtischen Presseamts standen für die Notfallbetreuung von Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren wieder nur wenige Plätze zur Verfügung. Auch am Mittwoch wird in den Kitas in Aachen gestreikt.

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