Aachen: Kita Düppelstraße: Platz für die optimale Entfaltung der Kinder

Aachen : Kita Düppelstraße: Platz für die optimale Entfaltung der Kinder

Kinder mit gelben Bauarbeiterhelmen laufen im neuen Foyer auf die „Bühne“ — eine Fläche, die mit Hütchen und Absperrband gekennzeichnet ist. In ihrem Musiktheaterstück zeigen die Kinder, wie ihre Kita umgebaut und erweitert wurde —und zwar komplett mit Rohbau aus Pappe, auf Pappaufsteller gemalten Ziegelwänden.

Und die Mittagspause darf auch nicht fehlen. Bereits seit Juli 2016 befinden sich die Kinder und Erzieher der Kita Düppelstraße wieder in ihren eigenen vier Wänden. Nun wurde die renovierte Kita mit dem neuen Erweiterungsbau mit einem bunten Programm eingeweiht.

Der Umbau und Erweiterungsbau an der Kita Düppelstraße fand im Rahmen des U3-Programmes zum Ausbau der Kitas der Stadt Aachen statt. Die Kita in der Düppelstraße bestand ursprünglich aus drei Gruppen, inzwischen sind es fünf. Nach dem Umbau sind zwölf neue U3-Kinder dazugekommen, so dass nun 26 Unterdreijährige die Kita besuchen. Zusätzlich wurde das Konzept auf altershomogene Gruppen umgestellt.

Die Kita bietet nun zwei Gruppen für U3-, zwei Gruppen für Ü3-Kinder und eine gemischte Gruppe an. 80 Kinder können nun insgesamt in der Kita spielen, lernen und sich frei entfalten. Platz genug bieten die Räumlichkeiten. Der Erweiterungsbau beherbergt die beiden U3-Gruppen, so dass die Kleinen im Erdgeschoss einen direkten Zugang zur Terrasse haben. Der Neubau ist mit dem Altbau der ursprünglichen Kita durch ein Foyer verbunden.

Dieses geht durch drei Bögen direkt in den Altbau über. „So ist der Übergang von Alt- zu Neubau fließend“, erklärte Leonidas Papadopoulos, Projektleiter im Gebäudemanagement der Stadt. Der Neubau bietet außerdem eine Turnhalle und einen Personalraum mit direktem Zugang zu den Grünflächen.

Die Fenster im Neubau sind so niedrig angesetzt, dass die Kleinen ohne Probleme zum Fenster herausschauen können. In der oberen Etage des Altbaus befinden sich Bogenfenster — dort ist das Rausgucken nicht so einfach. Aber auch dafür fand sich eine Lösung: In einem der Räume befindet sich nun eine Spielempore, die es den Kindern ermöglicht, aus dem Fenster zu sehen.

Die geplanten Kosten für den Umbau betrugen rund 1,95 Millionen Euro und wurden für den Umbau eingehalten. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf 2,1 Millionen Euro, da man sich entschied, die Fassade und das Dach direkt mitzusanieren, um Kinder und Personal nicht weiter zu belasten. „Ein Wunsch von mir ist, dass wir individuelle Kitas bauen, die der Umgebung und den Bedürfnissen der Kinder angepasst sind“, sagte Papadopoulos.„Und dass die Räume positiv zur Pädagogik und Erziehung der Kinder beitragen.“

Auch Heinrich Brötz, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule zeigte sich begeistert von dem Umbau. „Wenn ich mich in die Kinder reinversetze, dann denke ich, dass sie sich hier sehr, sehr gut entfalten können“, sagte er.

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