Aachen: Kinderparlament: Frieden ist ihnen besonders wichtig

Aachen : Kinderparlament: Frieden ist ihnen besonders wichtig

Als „Sternstunde der Kinderrechte“ beschreibt Unicef-Sprecherin Christiane Raumanns den diesjährigen Besuch des Kinderparlaments im Rathaus. 70 Grundschüler haben sich am Mittwochmorgen im Ratssaal eingefunden, um Oberbürgermeister Marcel Philipp zu zeigen, wie sie sich für die Kinderrechte engagieren.

Sie baten ihn um Unterstützung, um ein friedliches Miteinander der vielen unterschiedlichen Kulturen an Aachens Grundschulen zu gewährleisten. Der Oberbürgermeister lobte das große Engagement der Kinder und versprach, zu helfen, wo er helfen kann.

Die Schülerinnen und Schüler von 16 Aachener Grundschulen bringen im Kinderparlament ihre Anliegen und Vorschläge vor. Oberbürgermeister Marcel Philipp ist beeindruckt von so viel Engagement für Kinderrechte. Foto: Harald Krömer

Das Kinderparlament ist eine Kooperation zwischen dem Kinderhilfswerk Unicef und 16 Aachener Grundschulen. Einmal im Jahr kommen die Kinder ins Rathaus, um dem OB ihre Sicht der Dinge darzulegen. In diesem Jahr beschäftigten sie sich vor allem mit den Kinderrechten. Die nämlich sollten ins Grundgesetz aufgenommen werden, meinten die Jungen und Mädchen. Zum anderen zeigten sie in ihren Projekten, wie sie an ihrer Schule Vielfalt leben.

So stellte sich die Gemeinschaftsgrundschule Oberforstbach die Frage, was Kinder in der Welt verbessern können, die Gemeinschaftsgrundschule Am Höfling beschäftigte sich mit dem Thema Lernen und Inklusion, und die Gemeinschaftsgrundschule Laurensberg konzentrierte sich auf die unterschiedlichen Begabungen von Kindern unterschiedlicher Nationen. So hatte jede der 16 Grundschulen ihr Thema und ihr Projekt. Oberbürgermeister Marcel Philipp zeigte sich beeindruckt vom Engagement der jungen Schüler. Zu fast jedem Projekt fand er ermunternde Worte. Und die Vorschläge der Gemeinschaftsgrundschule Brander Feld zum Verkehrskonzept griff er gerne auf und versprach, sich darum zu kümmern.

Deutlich wurde bei der Anhörung nicht zuletzt, wie wichtig den Kindern der Frieden ist. Denn ohne ihn könne auch die Vielfalt nicht wirklich gelebt werden, sagten sie. Einige der Schüler und Schülerinnen brachten ihr Anliegen sogar in ihrer eigenen Sprache vor.

Auch der Nikolaus schaut vorbei

Dabei ging es laut Christiane Raumanns diesmal nicht so sehr darum, Forderungen an die Politik zu stellen, sondern eher darum, das eigene Engagement für Frieden und Vielfalt zu zeigen. Dabei kamen Kinderrechte wie das Recht auf Anderssein, das Recht auf Familie, das Recht auf Förderung und das Recht auf die eigene Religion zur Sprache. Zur Belohnung bekamen die Kinder im Anschluss eine Unicef-Urkunde. Und ein eigens einbestellter Nikolaus sorgte dafür, dass die Jungen und Mädchen trotz ihres Einsatzes für die Kinderrechte auf das Nikolaus-Vergnügen nicht verzichten mussten.

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