Aachen: Kimiko Isle of Art Festival: Zwischen Urlaubsfeeling und Party

Aachen : Kimiko Isle of Art Festival: Zwischen Urlaubsfeeling und Party

Ein kurzer Seufzer gefolgt von einem „ja, genau da“ und Maries Körperhaltung war schlagartig entspannt. Blöd nur, dass sie nicht gleichzeitig ihren Cocktail trinken und die Massage von Ricarda Breuer genießen konnte. „Aber das Opfer bringe ich gerne“, sagte sie lachend. Die fünf Minuten gratis Massage waren nämlich die optimale Pause inmitten des Festival-Trubels.

Denn beim Kimiko Isle of Art Festival rund ums Ludwig Forum gab es am vergangenen Wochenende nicht nur jede Menge Musik, sondern gleichzeitig eine unverwechselbare Wohlfühlatmosphäre irgendwo zwischen Familienpicknick und Partystimmung.

„Frenk“ — eine vierköpfige Formation aus Aachen, die sich dem modernen Progressive Rock verschrieben hat, war der Eisbrecher des zweiten Festivaltages. Und schnell zeigte sich: Was am Freitagabend mit ausgelassener Stimmung zu Ende ging, wurde am folgenden Tag genauso weitergeführt. Beeinflusst von Größen wie „Porcupine Tree“, „Oceansize“ und „Tool“ nutzte Frenk bei ihrem Auftritt rockige Polyrhythmen, melancholische Sequenzen, instrumentale Zwischenteile und mehrstimmigen Gesang, um ihre Geschichten zu erzählen.

Kleine Oase der Entspannung

Die große Wiese verwandelte sich dabei schon früh in eine kleine Oase der Entspannung. Unzählige Decken wurden ausgebreitet, Liegestühle aufgeklappt und ganze Familien nutzten das sonnige Wetter für einen gemeinsamen Festivalbesuch. Schließlich bot das Kimiko auch den Kindern ein buntes Programm. In der Werkstatt des Museums wurden unter fachkundiger Anleitung bunte Collagen gebastelt, geklebt und gemalt. Während die Kleinen ihrer Kreativität freien Lauf ließen, nahmen viele Eltern die Möglichkeit einer Kurzführung durch die Ausstellung wahr.

Im Hintergrund hörte man währenddessen die Sounds von „The Original Flamenquedelics“. Gitarrist Marko Tomovic, der seit einigen Jahren in virtuoser Art und Weise auf seiner Gitarre Elemente des Flamencos, Jazz und diverser ethnischer Stilistiken zu seiner Art Weltmusik verschmelzen lässt, spielte gemeinsam mit seiner Band vor allem akustische Stücke. Die Pop-Reggae Band „Finton“ sorgte mit ihrer Musik für echtes Urlaubsfeeling.

Bis in die späten Abendstunden und für einige sogar die ganze Nacht hindurch wurde auf der anschließenden Aftershow Party ausgelassen gefeiert.

„Wirklich zufrieden“

Die vielen Sonnenbrillen schützten am darauffolgenden Tag jedoch nicht nur vor der Sonne, so mancher Festivalbesucher war von der langen Nacht offensichtlich ganz schön geschlaucht. „Es sind halt drei Tage und da wollen wir natürlich alles mitnehmen. Klar sind wir müde, aber wir können uns ja auch auf der Wiese etwas erholen und bekommen dennoch alles mit“, sagte Leonie Weiß. Gemeinsam mit ihren Freundinnen sicherte sich das Trio gleich Tickets für alle drei Tage.

Die Finissage der Ausstellung „Flashes of the Future“ lockte zusätzlich Besucher an. Musikalisch rundeten Bands wie „The Quicksteps“, „Solo“ oder der Aachener Songwriter David Spencer das Programm ab.

Den Abschluss des Kimiko Isle of Art Festivals bildete das niederländische Produktionstrio „Kraak & Smaak“. Ihre Musik transportierte Elektrobeats, Oldschool Hip-Hop, Disco, Jazz und vor allem viel Soul und Funk. Drei Festivaltage mit vielen Highlights, lauten und ebenso entspannten Momenten — für Organisator Rick Opgenoorth eine runde Sache. „Die Resonanzen sind ähnlich positiv wie im letzten Jahr und wir sind wirklich zufrieden. Die großen Besucherströme kamen zwar erst in den späten Nachmittagsstunden, aber Stimmung und Atmosphäre waren die ganze Zeit über super. Die Sorge, dass einige Besucher vielleicht ausbleiben würden, da es im Juni bereits das Kimiko „Isle of Campus“ Festival gab, war unbegründet“, lautete sein Resümee.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Musik, Massagen und Kultur beim Kimiko Isle of Art Festival

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