Aachen: Kimiko-Festival: Super Wetter, tolle Musik, glückliche Gäste

Aachen: Kimiko-Festival: Super Wetter, tolle Musik, glückliche Gäste

„Hat da drüben ein Taxistand aufgemacht?“, wunderte sich ein Anwohner auf der Jülicher Straße. In der Tat. Am Samstagabend warteten an die 20 Taxen rund um das Ludwig Forum, um zahlreiche Gäste in die Innenstadt zu bringen. Was da los war?

Für die Besucher des zweiten Aachener Kimiko-Festivals ging es zur After-Show-Party. Gefeiert wurde etwa im Franz, Franzstraße, oder in der Uwe Klein Qutoqi Bar, Pontstraße.

Da ging die Post ab: Joseph Bowie BB Funk (oben, links) am Sonntag bei Kimiko-Festival. Sehr zufrieden zeigte sich Rick Opgenoorth (oben, rechts) vom Veranstalter-Team. Seifenblasen und mehr gab es für die jungen Gäste (unten links). Bestens aufgelegt präsentierten sich Final Virus & Friends (unten, rechts) gemeinsam mit Sängerin Missi Wainwright-Schneider. Foto: Heike Lachmann

Für das ganze Wochenende hatte sich der Park des Ludwig Forums in ein Festival-Gelände mit einer Hauptbühne im Hof des Museums und zwei kleineren im Park verwandelt. „Wir haben einen möglichst Festival-ähnlichen Zustand kreiert“, erklärte Rick Opgenoorth. Er gehört zum Veranstalter-Team des Festivals und hat dafür gesorgt, dass dem Publikum einiges geboten wurde. „Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir eine Steigerung in allen Bereichen“, bilanzierte er am Sonntag sehr zufrieden. Es gab eine größere Auswahl an Speisen, viele kleine Extra-Stände — und vor allem mehr Musik.

„Einzigartiges Kind“

Neben rund 30 regionalen Künstlern gehörten einige international bekannte Musiker zum Line-Up. Davon gab sich Keziah Jones gleich am Freitagabend die Ehre. Für Gabriele Beh war er auch der ausschlaggebende Punkt, das Festival zu besuchen. „Ich habe von einer Freundin gehört, dass es im letzten Jahr so toll war. Als ich gesehen habe, dass Keziah Jones auftritt, war ich überzeugt“, erzählte sie.

Sie entschied sich, wegen der tollen Atmosphäre, gleich für ein Wochenendticket: „Ich finde es schön, einfach kommen und gehen zu können.“ Auf anderen Festivals sei man die ganze Zeit an einen Ort gebunden, doch beim Kimiko könne sie auch zwischendurch etwas erledigen und dann wiederkommen. „Das ist mal was anderes!“

Etwas anderes zu sein, das verspricht auch schon der Name. Rick Opgenoorth erklärt, dass „Kimiko“ japanisch sei und „einzigartiges Kind“ bedeute. Kein Wunder also, dass sich auch das Essensangebot abhob. Es gab zwar Pommes, die aber in bester Maier-Peveling‘s Qualität, außerdem vegane Burger, Wasabi-Hot-Dog oder Avocado-Bagel — Genießer waren im Park genau richtig. Besonders die vegane Schokotorte vom Stand des Café Hase kam gut an und bescherte gerade den jüngsten Besuchern schokoladige Ränder um die Lippen.

Aber nicht nur der Kuchen war bei Kindern beliebt. Auch das Schminken am Stand von „Viva con Agua“, einem Netzwerk, das sich für den weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser stark macht, kam sehr gut an. Die Rutsche im Park wurde von Tigern, Schmetterlingen und Feen belagert. Außerdem konnten die Kinder im Ludwig Forum eigene Jutetaschen mit Siebdruck verschönern und dabei Museumsluft schnuppern.

„Genau das richtige Wetter“

„Wir haben genau das richtige Wetter — das ist ein geiles Festival“, rief Stefan Rank, Frontmann der Band Bull, seinem Publikum am Sonntagnachmittag zu. Dabei waren zu der Zeit noch nicht ganz so viele Fans vor der Bühne aufgetaucht — was wohl auch an der Party des Vorabends lag.

Dennoch war Rick Opgenoorth glücklich über die Besucherzahlen. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte er. „Am Freitag bei Keziah Jones war viel los, und am Samstag war es noch besser besucht. Dieses Mal ist es auch so, dass vor der Hauptbühne, aber genauso an den Nebenbühnen viel los ist — das war letztes Jahr noch nicht so“, zog er den Vergleich.

Und etwas später wurde es auch wieder voller auf dem Gelände. Rick Takvorian und Joseph Bowie BB Funk zogen zahlreiche Zuhörer an. Den Abschluss machten am Sonntag Foxos und das Trio DeWolff, eines der persönlichen Highlights des Veranstalters. Insgesamt besuchten nach Angaben der Veranstalter das ganze Wochenende über insgesamt rund 5500 Menschen das Kimiko-Festival.

Die Veranstaltung am Ludwig Forum sorgte für glückliche Gesichter und Entspannung. Wer sich nicht in die rockende Menge stürzen wollte, konnte auf der Wiese in Liegestühlen ausruhen oder die Ausstellung im Ludwig Forum besuchen.

Vera Balmes hat in diesem Jahr nur den Sonntag besucht, doch „das war ein Terminfehler“, sagt sie und lacht, „sonst wäre ich das ganze Wochenende gekommen.“ Das will sie 2017 nachholen. Und Rick Opgenoorth und sein Team werden sich sicher wieder etwas einfallen lassen, um das diesjährige Festival zu toppen.

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