Kimiko-Festival am 23. und 24. Juni in Aachen

Aachen : Kimiko-Festival rockt jetzt den Campus

Das Kimiko-Festival bekommt einen großen Bruder. Er hört auf den Namen „Kimiko — Isle of Campus“ und geht am letzten Juniwochenende auf dem Melatener Campusgelände über die Bühne — genauer gesagt über zwei Bühnen.

Dort haben die Veranstalter vom Verein Jakobshof Aachen den Platz, der ihnen am klassischen Kimiko-Standort fehlt. „Am Ludwig Forum können wir nicht weiter ausbauen“, sagt Organisator Rick Opgenoorth. In der Stadt wäre es wohl zu eng für die rund 4000 Musik-Fans, die er am Samstag, 23. Juni, und Sonntag, 24. Juni, auf dem Campus erwartet. Und was sie dort musikalisch geboten bekommen, fällt auch etwas lauter aus. Den Nachbarn an der Jülicher Straße dürfte der Umzug ins Hochschulgebiet deshalb ganz recht sein.

Auf dem Programm stehen unter anderem „Faber“ und Gruppen wie „Jamaram“ oder „Turbostaat“, die den Bereich zwischen den Hightech-Clustern beschallen werden. Bei der Suche nach einem Standort wurde Opgenoorth von der RWTH gewissermaßen mit offenen Armen empfangen. Die Hochschule habe der Idee direkt positiv gegenübergestanden, erzählt er. Für sie liege wohl auch ein gewisser Reiz darin, das Campus-Gelände einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen zu können. So werden auch die dort ansässigen Hightech-Firmen die Gelegenheit zur Präsentation nutzen. „Die Vermittlung von Wissen“, so Opgenoorth, „soll ein zusätzlicher Programmpunkt werden.“ Stattfinden soll das in sogenannten Knowledge-Zelten.

Für ideal hält der Organisator den Standort zudem wegen der Nähe zum Dreiländereck, denn beide Kimiko-Festivals werden künftig etwas europäischer ausgerichtet. „Wir streben eine Vernetzung in der Euregio an“, erklärt Rick Opgenoorth. Mit der Plattform „Isle of Culture“ sollen etwa kulturelle Veranstaltungen in der ganzen Region Maas-Rhein verbunden werden. „Wir werben füreinander“, sagt Opgenoorth.

Zu schaffen ist damit eine ganze andere Reichweite, immerhin leben in dem Gebiet rund um die Städte Aachen, Maastricht und Lüttich etwa vier Millionen Menschen. Das findet sich in den Programmen der beiden Festivals wieder, die in Teilen von Künstlern aus der Region gestaltet werden, und in den Namen klingt es auch an: Neben dem neuen „Kimiko — Isle of Campus“ firmiert der Klassiker jetzt als „Kimiko — Isle of Art“.

Inhaltlich soll er künftig noch mehr an die Kunst im Ludwig Forum angebunden werden. Das Programm sieht Akustik-Acts, Songwriter, DJs und Unplugged-Nummern vor, atmosphärisch passend zum Garten des Ludwig Forums. „Kimiko — Isle of Art“ werde „nicht schwächer, sondern anders“, verspricht Opgenoorth. Stattfinden soll es in diesem Jahr vom 17. bis zum 19. August.

Doch vorher spielt am Campus die Musik. Die Vorbereitungen laufen: Das 7500 Quadratmeter große Gelände wird mit Zäunen abgesperrt, zwei Bühnen soll es geben, und auch der Vorverkauf wird bald starten. Die Preise stehen schon fest: Rund 20 Euro soll ein Tag beim Kimiko —Isle of Campus“ kosten.

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