Aachen: Kimiko-Erstauflage auf dem Campus trotz Fußballkonkurrenz ein Erfolg

Aachen : Kimiko-Erstauflage auf dem Campus trotz Fußballkonkurrenz ein Erfolg

„Morgen werde ich … erst ausschlafen und dann die Welt retten.“ Was auf der großen Wand mit Kreide geschrieben wurde, mochte möglicherweise so mancher Besucher des Kimiko-Isle-of-Campus-Festivals für sich reklamieren. Alle hätten ganz sicher unterschrieben: „…gute Musik hören.“ Wenn auch nicht gänzlich überfüllt, feierte die Erstauflage des Kimiko am Campus Melaten am Wochenende einen guten Einstand.

Für Festival-Macher Rick Opgenoorth war die doppelte Auflage ein Versuch, die Wünsche verschiedener Player unter einen Hut zu bringen: Satter Sound auf zwei Bühnen über zwei volle Tage auf dem „Campus-Balkon“ mit Blick aufs Klinikum beim „Isle of Campus“ für ein junges, studentisches Publikum jetzt; eher familiäres Ambiente bei deutlich leiserem Grundton im Park des Ludwig-Forums beim „Isle of Art“ vom 17. bis 19. August.

Während sich aber das Kimiko im LuFo-Park bereits etabliert hat, musste das Campus-Modell noch um Aufmerksamkeit ringen. Die kurze Vorbereitungszeit von zwei Monaten und das zweite Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft mit unerwartetem Endspielcharakter wirkten sich deshalb wohl tatsächlich auf die Besucherzahl aus. Auch die, die gekommen waren, versammelten sich reichlich um die Leinwand, auf der das Spiel auch beim Festival gezeigt wurde. „Aber selbst die Bands, die ins WM-Spiel hinein und während des Spiels auf der Bühne standen, hatten immer gute Stimmung vor der Bühne“, berichtete Opgenoorth. Headliner „Faber“ konnte dann mit gelösten Fußballfans und den restlichen Festival-Gästen abfeiern.

Mit der Verteilung der Bühnen und Veranstaltungszelte auf dem doch recht kleinen Gelände, zeigte sich nicht nur Opgenoorth zufrieden: „Das war auch für uns eine schöne Premiere“, meinte Jörg Pfeiffer von „SOS-Events“, der zusammen mit der Oberforstbacher Software-Entwicklungsfirma „Inform“ das so genannte Knowledge-Tent organisiert hatte. Dort wurden ganz unterschiedliche Themen vorgestellt und diskutiert: Plastikpartikel sammeln im Meer, auf Teilhabe bedachte Arbeit mit Suchtkranken, Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz… Musik und wissenschaftlicher Austausch habe gut miteinander funktioniert.

Tabea Amthor von „Inform“ zeigte sich ebenfalls begeistert von der Beteiligung bei den angebotenen Workshops, bei dem es vor allem um Kreativität und Business ging. „Wir suchen die Querdenker, die Spaß haben am eigenständigen Denken. Anders als auf normalen Recruting-Messen treffen wir die hier. Das wird die Zukunft sein.“ Nachdem Headliner „Patrice“ am Sonntagabend noch die Gelassenheit des Reggae in die Herzen der Kimiko-Part-I-Besucher gepflanzt hatte, dachte sich hoffentlich noch so mancher: „Morgen werde ich … erst ausschlafen und dann die Welt retten.“

Mehr von Aachener Nachrichten