Aachen: Kickern und Deutsch lernen: Café Weltweit feiert Geburtstag

Aachen : Kickern und Deutsch lernen: Café Weltweit feiert Geburtstag

„Hier geht es darum, gemeinsam Spaß zu haben“, meint Jonas Jäger, einer der ehrenamtlichen Helfer im Café Weltweit. Der Treffpunkt des Jugendmigrationsdienstes der Caritas feierte jetzt seinen ersten Geburtstag.

„Es ist ein angesagter Treffpunkt für junge Geflüchtete und Aachener Jugendliche geworden. Im Schnitt haben wir 20 bis 25 junge Leute zu Gast“, erzählt Organisatorin Tanja Berghoff vom Referat Ehrenamt-Familie-Migration beim Caritasverband für die Regionen Aachen-Stadt und Aachen-Land e.V. Der feste Termin ist immer mittwochs von 16.30 bis 19 Uhr im Café Pinue_SSRqu im Aachen Fenster an der Buchkremerstraße 2, direkt am Elisenbrunnen im Herzen der Stadt.

Das niedrigschwellige Gruppenangebot des Jugendmigrationsdienstes des Caritasverbands Aachen wird allein durch Spenden finanziert und in Kooperation mit dem Medien- und Kulturzentrum Philipp-Neri-Haus durchgeführt. Was die Organisation der Abende angeht, baut Tanja Berghoff vor allem auf einen Kreis Studierender der RWTH und der Katholischen Hochschule. So wie Jonas Jäger bringen sich die zehn Ehrenamtler hier in ihrer Freizeit ein.

Auf Augenhöhe

Student Jäger ist ein ehrenamtlicher Helfer der ersten Stunde. Gemeinsam mit Michael Museol kümmert er sich hauptsächlich um die Organisation.

„Ich studiere Elektrotechnik, habe bei Ingenieure ohne Grenzen mitgemacht und daher den Kontakt zu diesem Angebot der Caritas bekommen. Es ist toll, dass es hier nicht darum geht, Deutsch zu lernen, Nachhilfe zu geben oder sich im Sport zu messen, sondern sich einfach zwanglos zu treffen“, erzählt Jäger. Am Kicker oder beim Billiard passierte es dann ganz nebenbei, dass sich die Deutschkenntnisse der neuen Bekannten aus Syrien oder dem Irak verbessern.

Der Treff hat ein „Programm ohne Programm“, wie Berghoff betont. „Wir bieten den Jugendlichen einmal in der Woche einen Ort, um neue Menschen kennenzulernen, in den Austausch zu kommen und jugendlichen Interessen nachzugehen“, erklärt die Caritas-Mitarbeiterin.

Ein Informationsaustausch zu Fragen, was man bei bestimmten Alltagsproblemen macht sei hier auf Augenhöhe möglich. Und das Ankommen in Deutschland sei durch den Kontakt zu gleichaltrigen Einheimischen und das Kennenlernen von anderen jungen Flüchtlingen in geschützter und angenehmer Atmosphäre.

„Ich schaue, dass alles läuft, kümmere mich mit den anderen Helfern um den Auf- und Abbau, den Getränkeverkauf, die Spiele. Und wir räumen auf. Wenn sich eine Frage zu einem Brief oder ähnliches ergibt, helfen wir natürlich“, erzählt Jonas Jäger.

Beim Geburtstagsfest freuten sie sich über die Musik der Band „Je_SSRqadore“ mit Jazz und arabischen Liedern. Die Stammbesucher hatten für das Konzert sogar eine eigene Wunschliste erstellt. Bei Livemusik, Getränken, Snacks und einer Tombola wurde gemeinsam gefeiert.

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