Aachen: Kfz-Mechatroniker werden auf die Elektromobilität vorbereitet

Aachen : Kfz-Mechatroniker werden auf die Elektromobilität vorbereitet

Beim Einzug der Elektrofahrzeuge in den Straßenverkehr müssen auch die Werkstätten und ihre Mitarbeiter mithalten. Wegen der hohen Spannungen, mit denen der Strom durch Elektroautos fließt, will der Umgang damit geübt sein.

Das lernen die Auszubildenden daher schon im Berufskolleg, wie etwa jenem der Mies-van-der-Rohe-Schule. Ebendiesem hat die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Aachen am Mittwoch einen neuen Hochvolttrainer übergeben, an dem die künftigen Generationen der Kfz-Mechatroniker ausgebildet werden.

„Mit diesem Prüfstand sind wir frei von den Fahrzeugtypen und Marken und können verschiedene Problemstellungen simulieren, welche die Auszubildenden dann lösen müssen“, erklärt Schulleiterin Ute Dreser. Dabei gehe es nicht nur um eine größere Vielfalt bei der Aufgabenstellung, sondern auch um die Sicherheit im Umgang mit dem Starkstrom — dieser sei damit wesentlich ungefährlicher als an einem richtigen Fahrzeug.

Für die Innung, die das rund 12.000 Euro teure Simulationsgerät gestiftet hat, sei dies ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Kfz-Werkstätten, so Obermeister Markus Zittel. „Sowohl für die Betriebe wie auch die Mechatroniker bedeutet die aufkommende Elektromobilität ein ganz neues Gebiet, das nun immer wichtiger wird“, betont er. Mit dem neuen Hochvolttrainer können die Lernenden dieses Terrain nun vorsichtig erkunden, bevor es im Beruf vielleicht schon bald zum Alltag gehört.

(rhl)