Aachen: Kettenreaktion im Kreativ-Depot

Aachen: Kettenreaktion im Kreativ-Depot

Wenn viele Menschen gemeinsam an einem Projekt arbeiten, könnte sich daraus am Ende tatsächlich eine große „Kettenreaktion“ ergeben. Ein gleichnamiges Projekt realisiert gibt es jetzt in Aachen-Nord, gestartet wurde es unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Marcel Philipp.

Unter dem Motto „Baut auf, was euch aufbaut!“ sind die Einwohner des Stadtteils dazu eingeladen, beim Bau der verschiedenen Stationen mitzuhelfen. Das Material dafür wird nicht gekauft, sondern von den Teilnehmern gesammelt und selbst mitgebracht.

Sprayer erwünscht: Zum Start der „Kettenreaktion“ in Aachen-Nord, an der sich der ganze Stadtteil beteigen soll, gabe es auch eine Graffiti-Aktion.

Nun fiel im Kreativ-Depot der Startschuss. Ein buntes Rahmenprogramm bestand aus musikalischen Darbietungen, Tänzen zum Motto „Kettenreaktion“ und einem Kinderflohmarkt. Auch ein erster Vorgeschmack auf das große Projekt durfte natürlich nicht fehlen: Der Oberbürgermeister selbst startete eine erste kleine Kettenreaktion.

Marcel Philipp ist begeistert von dem Projekt und unterstützt es gerne. Normalerweise kenne er das Gebäude nur mit Karnevalswagen gefüllt, aber nun solle es ein Gebäude werden, was Menschen zusammenführt. Philipp: „Die Aktion macht deutlich: Hier passiert was, wir wollen die Halle mit Leben füllen“.

Dieser Ansicht ist auch Sybille Keupen von der Bleiberger Fabrik. Sie ist mitverantwortlich für das Projekt und möchte die Jugend stärker in die Arbeit des Kreativ-Depots einbinden. Jedoch gibt es keine Altersgrenze für die Teilnahme an der Kettenreaktion. „Mitmachen kann jeder von klein bis groß und von künstlerisch begabt bis Nichtkünstler“. Die Hauptsache sei, dass die Teilnehmer engagiert und interessiert bei der Sache sind.

Die Fördermittel für das Projekt sind gleichzeitig Fördermittel für die Entwicklung des gesamten Stadtteils. Ein ähnliches Projekt habe es vor ein paar Jahren auch schon mit Aachen-Ost gegeben, erzählt OB Philipp, deshalb sei er gespannt auf die nächsten Wochen. „Es ist allerdings nur nachhaltig, wenn man möglichst viele Menschen in das Projekt einbindet“, appelliert er an die Einwohner.

Die Idee für die Aktion hatte Künstler Todde Kemmerich, der sich schon auf die Realisierung freut. Er rechnet mit 500 Teilnehmern und zwischen 300 und 700 Elementen, die nachher an der Kettenreaktion beteiligt sind. Er findet es besonders toll, „dass am Ende auch alle am Erfolg mitgewirkt haben“.

Die vollendete Kettenreaktion wird am 21. Juli im Depot präsentiert, daran gearbeitet wird in verschiedenen Workshops.

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