Aachen: Kartensystem im Eurogress soll deutlich besser werden

Aachen: Kartensystem im Eurogress soll deutlich besser werden

So ganz zufrieden ist Antoon van Ouwerkerk noch nicht. Der Betriebsleiter der „lemonpie“-Eventcatering im Eurogress hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das System der Zahlkarten zu verbessern.

Am vergangenen Samstag, bei der Prinzenproklamation, war am Ende nur eine Kasse geöffnet. Dort konnten sich die Gäste das Guthaben auf der Karte sowie die fünf Euro Pfandgebühr wieder auszahlen lassen.

Schnell bildete sich eine lange Schlange von Menschen, die das Eurogress verlassen wollten. Aus manchen Narren wurden Wutbürger, weil sie nicht schnell genug abgefertigt wurden. Zu allem Unglück lief auch noch das Computersystem viel zu langsam. „Den Server haben wir jetzt im Griff, allerdings werden noch einige Leitungen verlegt werden müssen, damit wir alles absolut besser laufen kann“, sagt van Ouwerkerk.

„Das System ist eigentlich nicht schlecht“, meint Kristina Wulf, die Chefin des Eurogress. Sie gibt zu, dass das Bezahlen per Geldkarte gewöhnungsbedürftig sei, „aber heutzutage wird mehr und mehr per Karte erledigt.“ Schon am Sonntag, beim Ball der Mariechen sei das System wesentlich flexibler gewesen.

„Den Kontostand der Karte kann man jederzeit bei einem Kellner abfragen, die Bestellungen, die direkt von der Karte abgebucht werden, werden durch eine Quittung bestätigt“, erklärt van Ouwerkerk. An allen Saaltheken könne zudem problemlos der Kontostand um jeden beliebigen Betrag aufgefrischt werden. Außerdem setze „lemonpie“ im Europasaal und den anderen Sälen Mitarbeiterinnen ein, die eigens dafür da seien, um Gästen, die nicht mit dem Kartensystem zurechtkommen, Hilfestellung zu geben. „Diese Damen nehmen auch Geld entgegen, um die Karte wieder aufladen zu lassen. Selbstverständlich bringen sie auch eine Quittung über den eingezahlten Betrag mit.“ Die Mitarbeiterinnen seien an ihren schwarzen Kleidern und roten Halsketten leicht zu erkennen.

„Demnächst haben wir am Foyerrondell, an dem die Karten auch verkauft werden, zwei Kassen geöffnet. Und mit dem schnelleren Server geht es dann auch um so fixer“, verspricht der Betriebsleiter.

Lange Schlangen könne der Eurogress-Kunde aber auch umgehen, „wenn er vorhat, mehrfach Veranstaltungen zu besuchen“. Denn die Karte und der darauf eingezahlte Betrag behalten ihre Gültigkeit. Und zwar so lange, so lange „lemonpie“ die Eurogress-Gastronomie führt. Van Ouwerkerk hat am Wochenende beobachtet, dass am Samstag nach Schluss der Prinzenproklamation Karten zurückgegeben wurden und dieselben Kunden am nächsten Tag wieder zum Ball der Mariechen kamen und sich wieder eine neue Karte besorgten. „Das muss sich noch einspielen“, meint er.

Am Samstag war noch ein anderes Problem zu beobachten, das durch das Nichtraucherschutz entstanden ist. Weil nun in allen Räumen des Eurogress absolutes Rauchverbot gilt, war es während der gesamten Prinzenproklamation im Europasaal ziemlich unruhig. Die Raucher zog es vor die Tür, und dort standen zeitweise bis zu 300 von ihnen und pafften. Und murrten gleichzeitig, dass es absolut zu kalt sei.

Keine Heizpilze für Raucher

„An Heizpilze aber braucht keiner zu denken“, stellt Kristina Wulf klar. Denn so viele Heizpilze könnten gar nicht aufgestellt werden, um 300 Rauchern ein paar angenehme Minuten zu bereiten. Ein Raucherzelt könne auch nicht aufgestellt werden, das sei gesetzlich untersagt, „und außerdem fehlt der Platz dafür“. Was nichts anderes heißt, als dass die Vereine, die die nächsten Karnevalssitzungen anbieten, beispielsweise die Prinzengarde am nächsten Samstag und die Oecher Penn am übernächsten Samstag, ebenfalls ihre Probleme mit der Rennerei unruhiger Raucher haben werden.

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