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Kneipenkarneval im „Zuhause“: Eine Sitzung ganz ohne Sitzplätze

Kneipenkarneval im „Zuhause“ : Eine Sitzung ganz ohne Sitzplätze

Kneipenkarneval im Café „Zuhause“: Statt Sitzung gibt es eine „Stehung“. Und das bedeutet reichlich Platz für närrisch verkleidete Besucher, die ihren Spaß haben.

„Wir nehmen uns nicht so ernst“, sagt Marco Sievert, KG Och Härm, und rückt an seiner recyclebaren Karnevalskappe. Und so ist alles an diesem Kneipenkarneval im Café „Zuhause“ ein bisschen improvisiert, aber dann auch wieder ganz perfekt. Die Location jedenfalls kam bei den Gästen schon im vergangenen Jahr gut an, wie eben auch die ganze Party. Und deshalb haben die Organisatoren der privaten Gruppe „Och Härm“ auch diesmal wieder ganz bewusst zur „Stehung“ gebeten und nicht zur „Sitzung“, denn Sitzgelegenheiten gibt es hier nicht. Stattdessen gibt es jede Menge Platz für Jecken in den dollsten Kostümen. Und auch eine kleine Bühne, auf der das hausgemachtes Programm präsentiert wird.

Die Mischung passt, das ist schnell klar. Die „Härmsteps-Band“ sorgt für jecke Musik, und auf der Bühne wird gerade die Einladung zur „Work-Alaaf-Balance“ ausgesprochen. Die entsprechenden Übungen mit „Ellenbogen-Ausfahrtraining zum Kamelle-Sammeln“ und „Bierglas-Bizepstraining“, kommen richtig gut an, bevor Marco Sievert und Wolfgang Offermann dann als „Öcher Urinale“ tiefe Einblicke ins Herrenklo erlauben – dreckige Herrenwitze inklusive. Und auch das Parkhaus Büchel bekommt da sein Fett weg, denn diese „Erlebniswelt für Freiluftpinkler“ scheint ernsthaft an der Ehre eines echten Urinals zu knabbern.

Die Tanzgruppe „Härmelinchen“ und die „Domburger Regenspatzen“ waren weitere Punkte im Programm. „So macht Karneval richtig Spaß“, sind sich die Gäste einig. Denn dass gerade der Kneipenkarneval einen ganz besonderen Reiz hat, räumen auch altgediente Jecken vom AAK (Festausschuss Aachener Karneval) und AKV (Aachener Karnevalsverein) gerne ein. Auch sie wagten einen Blick auf das närrische Treiben an der Sandkaulstraße.