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Oecher Storm lädt zum Neumarkt: Ein Karnevalssamstag, wie er im Buche steht

Oecher Storm lädt zum Neumarkt : Ein Karnevalssamstag, wie er im Buche steht

Grauer Himmel? Ganz egal! Der Oecher Storm hat am Samstag mit seinem närrischen Manöver am Neumarkt für gute Laune im Frankenberger Viertel gesorgt.

Das war ein Karnevalssamstag nach Maß! Das unerwartet trockene Wetter motivierte viele Öcher Jecken dazu, sich zu kostümieren und das KK Oecher Storm auf dem Neumarkt zu besuchen. Seit 26 Jahren hält das Traditionskorps im Herzen des Frankenberger Viertels in Kooperation mit der IG Frankenberger Viertel sein närrisches Manöver ab.

Die Logenplätze vor dem zur Bühne umgestalteten LKW-Auflieger waren einmal mehr den Bewohnern des Vinzenzheimes vorbehalten, die seit mehr 20 Jahren mit von der Partie sind und viel Spaß bei den närrischen Darbietungen hatten. Sie warteten schon sehnsüchtig auf den Öcher Prinzenberater Alwin Fiebus, der sie mit dem Prinzenorden von Prinz Tom I. auszeichnete.

Schwer ums Herz wurde es dem „Bürgermeister vom Neumarkt“, Hans-Dieter Jurewicz, der im vergangenen Jahr nach einen Vierteljahrhundert Abschied von der Open-Air-Bühne genommen hatte. Mit bewegter Stimme blickte Jurewicz kurz auf 25 Jahre Neumarktsitzung zurück, verbunden mit der Hoffnung, dass das Karnevalskorps auch künftig auf dem Neumarkt für jecke Stimmung sorgen wird.

Jecke auf Betriebstemperatur

Nach dem Einmarsch des blau-gelb-weißen Heers übernahmen Kommandant Bernd Schaefer und Chef des Stabes Markus Vorhagen die Moderation. Traditionell um kurz nach 11 Uhr machte der Öcher Prinz auf dem Neumarkt Station. Prinz Tom I., sein Hofstaat und die Prinzengarde kamen langsam auf Betriebstemperatur und sorgten für das erste Highlight des Vormittags.

Jürgen Eschweiler, Schängchen im Hofstaat, hatte zur Großen Storm-Sitzung vor zwei Wochen im Quellenhof den Öcher Schäng in eine Storm-Uniform gesteckt. Der „Storm“ revanchierte sich und berief den „Chef“ des Aachener Stockpuppentheaters, das Öcher Schängche, zum Korps Attaché und gleichzeitig zum Oberfähnrich der Reserve des KK Oecher Storms.

Dauergäste auf der Bühne am Neumarkt sind auch die Spetzbouve, die mit kölschen Klängen die Stimmung hochhielten. Hanno Dahmen & Co. sind seit vielen Jahren ein zuverlässiger Garant für handgemachte Musik auf den Öcher Karnevalsbühnen. Genau wie De Originale, die in der kommenden Session ihr Silberjubiläum feiern werden. Einem Härtetest unterzogen die närrischen Gesandten aus Richterich - Prinz Chris I. mit Hofstaat, Prinzengarde und den „Koe Jonge“ - die Bühne, die dem kollektiven Gehopse synchron zur Musik stand hielt.

Superjob im Sinne des Brauchtums

Der Richtericher Volksprinz Prinz Chris I. hat, wie alle seine prinzlichen Brüder in Aachen, harte Monate mit vielen Auftritten hinter sich und einen Superjob im Sinne des Brauchtums gemacht. Die gilt auch für die Oecher Stadtmusikanten. Mit ihrem Vorsitzenden Mätti Götemann hat der närrische Männergesangsverein mit viel Erfolg und tollen Liedern seinen 11. Geburtstag im Öcher Fastelovvend feiern können. Krönender und traditioneller Abschluss der Neumarktsitzung war der Kurzauftritt von Bernd Weiss, Sänger/Gitarrist des Trios Lagerfeuer, der die „Nationalhymne“ des Frankenberger Viertels intonierte.