Nach Wette: Bürgerprinz Karsten I. in Badelatschen

Nach Wette : Bürgerprinz Karsten I. in Badelatschen

„Ich bin für fast nix fies“, dachte sich der amtierende Brander Bürgerprinz Karsten I., als ihm sein Hofmarschall Bernd Etschenberg und sein Adjutant Guido Runkel eine Wette anboten.

Er werde sich nicht trauen, bei der Gala-Sitzung der Prinzengarde „Brander Stiere“ im Brander Karnevalszelt im Prinzenornat mit weißen Tennissocken und auf Badelatschen aufzumarschieren. Wenn doch, dann würden Etschenberg und Runkel je 100 Euro in die große Sammelbox für die prinzliche Sammelaktion werfen.

Deren Sammelerlös geht an die Aktion „Mobilität für Brander Senioren“. Es war ein Bild für die Götter, als Karsten I. in Socken und Badelatschen auf der Bühne stand und für manch irritierten Gesichtsausdruck bei den Karnevalsgästen sorgte. Der Bürgerprinz löste die Wette ein und das Geheimnis seiner weißen Socken in Latschen auf.

In Badelatschen rockte er dann im Kollektiv mit seinen Liedern die Bühne, und die Brander Jecken mussten einfach mitmachen. Sie lieben ihren 25. Bürgerprinzen, er ist jung, furchtlos, für fast jeden Spaß zu haben, verbindlich und authentisch. „Da ist nichts aufgesetzt, das ist echtes Brander Lebensgefühl“, stellen Hofstaatsmitglieder ihrem Prinzen ein gutes Zeugnis aus.

Tosenden Applaus erntete auch das Tanzpaar Jil Gerards und Timo Zeevaert, die als Neulinge den diesjährigen Ball der Mariechen des Festausschuss Aachener Karneval gewinnen konnten. Schwer hatten es an diesem Abend die Redner „Ne komische Hellije (Peter Kolb) und Achness Kasulke, die gegen eine hohe Grundlautstärke des Publikums ankämpfen mussten. Am Ende kamen beide Redner bei den übrigen aufmerksamen Zuhörern im Zelt bestens an. Nachdem die Spetzbouve mit bekannten Hits erfreuten, versprühten die in voller Mannschaftsstärke angetretenen Meckenheimer Stadtsoldaten rheinisches Karnevalsflair.

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