Aachen: Karlsbande feuert die Alemannia ohne Fahnen an

Aachen: Karlsbande feuert die Alemannia ohne Fahnen an

Natürlich war die Karlsbande wieder dabei, aber beim 1:1 der Alemannia Dienstagabend gegen Rot-Weiß Erfurt war sie quasi „inkognito” auf dem Tivoli.

Gemäß dem vom Verein verhängten Maßnahmenkatalog verzichtete die Fangruppierung, die durch Angriffe auf die Aachen Ultras auffällig geworden war, auf Fahnen, Flaggen und Banner. Gegen ihre Bestrafung protestierten die Mitglieder mit einem 13-minütigen „Sitzstreik” auf der Stehtribüne.

Der Verein hatte, wie angekündigt, durch eine strikte Sektorentrennung und separate Eingänge dafür gesorgt, dass sich die beiden verfeindeten Fangruppen vor dem Spiel nicht begegneten.

Auf der Nordtribüne entrollten Zuschauer Plakate: „Wir lieben Alemannia. Nazis raus.” Vor der Partie verlas Alemannia-Kapitän Albert Streit einen Aufruf des Deutschen Fußball-Bundes.

Er appellierte an Fairness und Leidenschaft, „gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung”. Die Reaktion der Zuschauer: lauter und anhaltender Applaus.