Aachen: Kaiserplatz-Galerie: Neue Pläne für die Fassadengestaltung

Aachen: Kaiserplatz-Galerie: Neue Pläne für die Fassadengestaltung

Die letzte Hürde auf dem Weg zur Kaiserplatz-Galerie dürfte genommen sein: Der Architektenbeirat der Stadt hat sich mit dem Investor ECE und seinen Planern auf Lösungen für die Fassadengestaltung verständigt. Mit inbegriffen ist dabei auch das Geschäftshaus an der Ecke Adalbertstraße/Harscampstraße.

„Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagt die Baudezernentin Gisela Nacken. Es könne nun Schritt für Schritt weitergehen. Die ehrgeizigen Zeitpläne könnten durchaus realisiert werden. Ende 2015 soll die Kaiserplatz-Galerie fertiggestellt sein.

Zeitgleich gaben Stadt und ECE auch bekannt, dass die Hamburger Unternehmerfamilie Otto sich finanziell an der Kaiserplatz-Galerie beteiligt und zwar in Form der KG Farmsen. Diese seit mehreren Jahrzehnten bestehende Beteiligungsgesellschaft der Familie Otto und weiteren institutionellen sowie privaten Investorenpartnern, hat beschlossen, langfristig in das Projekt Kaiserplatz-Galerie zu investieren und das Grundstück zu übernehmen.

Die KG Farmsen ist bereits Eigentümer von 13 weiteren ECE-Centern. Sämtliche von der ECE entwickelten Center befinden sich heute noch im Management des Unternehmens, so dass die ECE und die Familie Otto in den Städten langfristig Verantwortung übernehmen und auch Ansprechpartner bleiben.

„Ich bin seit einem Jahr an diesem Thema dran. Mir ist wichtig, dass nicht irgendein Fonds in Hongkong beteiligt ist, sondern der Eigentümer erkennbar ist“, betont Oberbürgermeister Marcel Philipp. Er freue sich, dass mit der KG Farmsen die Entscheidung zu Gunsten eines Investors gefallen sei, der in der Vergangenheit bewiesen habe, dass er es ernst meine, wenn er von einem langfristigen Investment redet. „Das Engagement der Familie Otto ist der Garant für eine zügige Realisierung und den nachhaltigen, attraktiven Betrieb des Centers. Dies ist für Aachen die beste aller denkbaren Lösungen“, sagt Philipp. Ursprünglich hatte Philipp damit gerechnet, dass die Familie Otto erst nach der Realisierung einsteigt. Umso besser sei das, weil die Politik jetzt schon sowohl die Änderung des Durchführungsvertrages als auch die neue Fassadengestaltung beschließen könne.

Die Diskussion über die neue Fassade der 290 Millionen-Euro teuren Centers sei, so Nacken, auf hohem fachlichen Niveau verlaufen. Das Ergebnis habe auch den Planungsausschuss im Rahmen einer inoffiziellen Vorinformation überzeugt und sei ein weiterer Beweis dafür, „dass der Architektenbeirat die Qualität der Architektur in unserer Stadt befördert“.

So soll das Center die ursprüngliche Idee einer Großform aufnehmen, weil kleinteilige, parzellenbezogene Gestaltungsansätze das Gremium nicht überzeugen konnten. Die Fassade soll sich mit großzügigen Zugangsbereichen und verglasten Fassaden zum Kaiserplatz und zum Kugelbrunnen hin öffnen. „Um den energetisch schädlichen Wärmeeintrag durch die Verglasung zu optimieren, wird die Fassade in Teilbereichen mit Metallelementen geschlossen“, teilt ECE mit. Der obere Fassadenbereich, hinter dem sich die Parkebenen befinden, soll über eine teilweise gerundete Fassade zurücktreten. Mit dieser Gestaltung soll, so ECE, „die Einheitlichkeit des Gebäudes gestärkt und zugleich auf die Höhenentwicklung der Umgebungsbebauung Rücksicht genommen“.

Mit den Anschlüssen des Centers an das denkmalgeschützte Haus in der Adalbertstraße 70 haben sich Architekten und Investoren auch besonders beschäftigt. Das Farbkonzept der Fassade sei als ganzheitliches Konzept im Zusammenhang mit der Gestaltung der Mall entwickelt worden.

Für das Geschäftshaus entlang der Adalbert- und Harscampstraße konnten die Vorschläge der ECE mit einer kleinteiligen, sich an der bestehenden Parzellen-Struktur orientierenden Bebauung überzeugen.

„Mit der maßstäblichen sensiblen Planung integriert sich das Gebäude harmonisch in seine Umgebung“, ist ECE überzeugt. Die mit Loggien ausgestatteten Wohnungen sollen zudem einen hohen Wohnwert aufweisen.