Aachen: Kaiserplatz-Galerie: Bürgerinitiative fordert Neuplanung für das Areal

Aachen: Kaiserplatz-Galerie: Bürgerinitiative fordert Neuplanung für das Areal

Die Stimmung hat sich nach Eindruck von Horst Schnitzler längst gedreht. Viele Aachener, die dem Projekt Kaiserplatz-Galerie anfangs unkritisch gegenüber standen, würden ihm und seinen Mitstreitern der Bürgerinitiative „Kaiserplatz-Galerie - Nein danke!” mittlerweile recht geben.

„Die Stadt kannte die Risiken, und sie ist sie eingegangen”, sagte Schnitzler am Donnerstag bei einer Kundgebung am Kugelbrunnen, zu der die Bürgerinitiative gemeinsam mit „Occupy Aachen” aufgerufen hatte. Symbolisch wurde die Demokratie in einem Sarg zu Grabe getragen. Die nämlich sei in Aachen mausetot. Schnitzler: „Es wurde von Anfang an Beteiligung verlangt. Die Stadt hat ein bisschen zugehört, aber über rhetorisches Verständniszeigen hinaus ging gar nichts.”

Das vorläufige Resultat jedenfalls scheint den Kritikern recht zu geben: Das versprochene Einkaufszentrum ist bislang noch nicht in Ansätzen zu erkennen, stattdessen gähnt zwischen Adalbertsberg und Kaiserplatz eine Trümmerwüste.

„Tausende Quadratmeter günstiger Wohnraum sind vernichtet worden, weil jemand Monopoly spielen wollte”, so Schnitzler weiter. Es sei für die Stadt allerhöchste Zeit, das Monopolyspiel zu beenden, sprich: wenigstens jetzt den begangenen Fehler einzugestehen und den vernichteten Wohnraum zu ersetzen. Außerdem solle das Gelände für eine attraktive Zwischennutzung freigegeben werden, forderte Schnitzler.