Aachen: Kaiserplatz: Das Chaos soll bald ein Ende haben

Aachen : Kaiserplatz: Das Chaos soll bald ein Ende haben

Aachen atmet auf. Das Chaos am Kaiserplatz nähert sich dem Ende. Alles wird neu. Dafür bürgt nicht nur „Aquis Plaza“, auch die Stadt macht sich ans Werk. Die Situation für den Öffentlichen Personennahverkehr rund um St. Adalbert, seit ewigen Zeiten unzulänglich und eher ratlos hingenommen als großstädtisch gelöst, soll endlich verbessert werden.

Eine neue, große Haltestelle „Kaiserplatz“ für 270.000 Euro soll das schaffen.

Regine Poth, Abteilungsleiterin Straßenbau, erläuterte in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte die Pläne für den Umbau der südlichen Stiftsumfahrt. Das ist die langgestreckte Kurve von der Stiftstraße über Adalbertstraße/Beeckstraße/Martin-Luther-Straße bis zur Wilhelmstraße. Die Mitte-Politiker stimmten einstimmig zu, im April entscheidet der Mobilitätsausschuss.

Nicht allein „Aquis Plaza“ zwingt die Stadt, zu reagieren und den Kaiserplatz für einen komfortableren ÖPNV neu auszurichten. Der Umbau der Stiftsumfahrt mit einer komplett neuen Aseag-Haltestelle ist vielmehr „ein zentrales Element des beschlossenen Konzepts Busnetz 2015+“, so die Verwaltung.

Nach dem „innerstädtischen Achsenkreuzkonzept“ sollen neben der Linie 4 weitere Buslinien auf der Achse Bushof/Blondelstraße/Willy-Brandt-Platz/Kaiserplatz in beide Richtungen fahren. Neben der 4 sind das die Linien 23, 43, 73, 125, 173 und möglicherweise die Eifellinien 66 und 68. Die Peterstraße und der Knotenpunkt Hansemannplatz sollen dadurch entlastet und „eine direktere Anbindung des Aachener Ostens und des Südraums an die zentralen Einkaufsbereiche und den Hochschulbereich“ erzielt werden. Die Ringlinien und die Linie, die auch künftig über den Hansemannplatz zum Bushof fahren, vor allem die 2er- und 5er-Linien, werden weiterhin auf dem Alleenring halten.

Barrierefreier Einstieg

Die neue Haltestelle „Kaiserplatz“ wird in der südlichen Umfahrt der Adalbertskirche auf beiden Seiten unmittelbar vor dem Knotenpunkt Heinrichsallee-Wilhelmstraße-Adalbertsteinweg eingerichtet. In Fahrtrichtung Bushof wird sie 50, in Richtung Adalbertsteinweg/Bahnhof Rothe Erde 60 Meter lang. Sie wird für den barrierefreien Einstieg in die Niederflurbusse ausgebaut, was bis zum Jahr 2020 gesetzlich sowieso vorgeschrieben ist. An den alten, für wartende Fahrgäste zudem mehr als unzureichenden Haltestellen war der barrierefreie Umbau wegen der Kurvenlage nicht möglich.

Wartehäuschen wird es geben. Drei in Beton ausgebaute Fahrstreifen sind geplant, weshalb heutige Fußgängerflächen verkleinert werden. Die Stiftsumfahrt wird Tempo-30-Zone. Nur noch Bus- und Anliegerverkehre sind erlaubt. Vier Bäume müssen gefällt werden, zwei neue sind vorgesehen, aber: „Zur Steigerung der Aufenthaltsqualität und mit Blick auf notwendige Klimaanpassungsprozesse sind zusätzliche Baumstandorte im räumlichen Umfeld dringend erforderlich“, rät die Verwaltung.

Zwei Monate, so Regine Poth, werde die Bauzeit betragen. Die städtischen Straßenbauer hoffen, ihre Pläne im Zeitraum Juli-August-September dieses Jahres verwirklichen zu können. Der ideale, aber kurze Zeitpunkt, meinte Poth, liege zwischen Fertigstellung des Rohbaus „Aquis Plaza“ und der Inbetriebnahme des Einkaufzentrums.

Mehr von Aachener Nachrichten