Kabarett und Comedy auf Burg Wilhelmstein

Wendelin Haverkamp und sein „Au Banan!“: Der Spaß an „unsachlichen“ Sachgesprächen

„Künstler unterhalten sich, und wenn Publikum dabei ist, ist es schön.“ So beschreibt Kabarettist Wendelin Haverkamp das Konzept von „Au Banan!“, der Kabarettshow, die er 1991 selbst aus der Taufe gehoben und vor zwei Jahren offiziell im Aachener Stadttheater verabschiedet hatte. Zeuge dieses vermeintlich letzten Auftritts war Hans Brings, Kulturmanager der Burg Wilhelmstein. „So etwas darf eigentlich nicht sterben, solche Kabarett-Veranstaltungen sind ja eigentlich topaktuell“, fand Brings und organisierte gemeinsam mit Haverkamp eine Neuauflage.

Im vergangenen Jahr feierte die „Au Banan! – Summertime auf Burg Wilhelmstein“ Premiere, unter anderem mit Jochen Malmsheimer, der in diesem Jahr am 5. Juli mit einem Solo-Programm Gast auf der Burg ist. Am 1. September bittet Gastgeber Haverkamp zum zweiten Mal in der „Au Banan! Summertime“ gute Bekannte aus der großen weiten Welt der Kleinkunst auf die Freilichtbühne in Würselen. Lars Reichow, vielen bekannt aus der Fernsehsendung „Kunscht“, kennt Haverkamp, seitdem er 1997 zum ersten Mal bei „Au Banan!“ die Bühne betrat.

Für einen Kabarettisten ungewöhnlich sind seine regelmäßigen Auftritte bei „Mainz bleibt Mainz“. Aber: „Der Mainzer Karneval hat eine lange Tradition des politischen Karnevals, der bis heute dort gepflegt wird“, sagt Haverkamp. Und das passt ja schon wieder. Außerdem wird Reichow auch musikalisch etwas zum Programm beisteuern.

Vom Klavierkabarettisten Matthias Reuter aus Oberhausen ist Haverkamp ebenfalls begeistert. Reuters Spezialität ist es, die Schrecken des Alltags aufs Korn zu nehmen. Seine geistreichschrägen Storys präsentiert er mal als freien Standup, mal vorgelesen oder vorgetragen als Ballade. Der dritte im Bunde, Moritz Netenjakob, schrieb lange Zeit, wie auch Haverkamp, als Autor für andere Comedians wie Cordula Stratmann oder Bastian Pastewka. Inzwischen geht er selbst auf die Bühne und verzückt sein Publikum mit seiner Mischung aus Standup, Sketch, Lesung und Musik.

„Was ich selber machen werde, weiß ich noch gar nicht genau“, stapelt Haverkamp tief – versichert aber, Möglichkeiten und Themen gebe es aus dem Westzipfel genug: „Sicherlich kann ich etwas dazu erzählen, wie das geht, innerhalb von zwei Jahren fünfmal befördert zu werden.“ Und natürlich wird er seine Gäste in möglichst unsachliche Gespräche verwickeln. Wer das nicht verpassen möchte, kann sich bereits Karten (ein Ticket kostet 32,- Euro) sichern. Entweder direkt über www.burg-wilhelmstein.de oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

www.burg-wilhelmstein.de

Mehr von Aachener Nachrichten