Aachen: Juwelierin bringt Räuber aus der Fassung

Aachen: Juwelierin bringt Räuber aus der Fassung

Mit einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten kam ein 26-jähriger Räuber aus Italien glimpflich davon.

Er stand vor der siebten Großen Strafkammer am Aachener Landgericht, weil er kurz vor Weihnachten 2007 ein Juweliergeschäft in Burtscheid überfallen hatte.

Ihm war die Flucht geglückt, nachdem er schnellstens Schmuck im Wert von etwa 2500 Euro aus den Auslagen zusammengerafft hatte. Dann floh er und setzte sich nach Italien ab. Als er wieder zurückkam, setzte ihn die Polizei fest.

Möglich wurde seine Flucht nur, weil sich sein Kumpel, ein Kroate, mit der wehrhaften Besitzerin des Juwelierlädchens in der Fußgängerzone körperlich auseinandersetzte.

Beide zusammen hatten den Coup ausbaldowert und bauten auf die Zerbrechlichkeit der zierlichen Goldschmiedemeisterin. Die heute 65-Jährige wehrte sich aber dermaßen heftig, dass der Mittäter die Ladenbesitzerin trotz seiner körperlich überlegenen Kräfte überhaupt nicht in den Griff bekam. Letztlich floh er, wurde aber sofort nach der Tat verhaftet. Er bekam in seinem Prozess, auch weil er eine Waffe dabei hatte, ein Strafe von vier Jahren für den Raubüberfall.

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