Aachen: Junge Menschen früh für einige Berufe begeistern

Aachen: Junge Menschen früh für einige Berufe begeistern

Unternehmen und Nachwuchskräfte vor Ort direkt zusammenbringen: Das ist das Ziel der Initiative „Check In — Berufswelt“. Unternehmen aus Aachen und der Städteregion sollen dabei schon frühzeitig potenzielle Bewerber kennenlernen und ihnen ihre Praktikums- und Ausbildungsplätze vorstellen.

Laut Oberbürgermeister Marcel Philipp ist der befürchtete Fachkräftemangel inzwischen deutlich zu spüren. Seit 2012 habe es eine große Zahl unbesetzter Stellen gegeben. Um so wichtiger sei es, junge Menschen für bestimmte Berufe zu begeistern und in die Unternehmen zu bringen. Rudolf Roß, Bereichsleiter Netzwerk Stawag, kann das nur bestätigen. Konnte das Unternehmen noch vor wenigen Jahren auf rund 100 Bewerber zurückgreifen, waren es im vergangenen Jahr nur noch 17. Kein Wunder also, dass sich bereits 15 Unternehmen gefunden haben, die sich an „Check In“ beteiligen wollen. Laut Dieter M. Begaß, Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung / Europäische Angelegenheiten, werden 50 Unternehmen angestrebt.

Am 27. Februar 2015 öffnen die teilnehmenden Firmen dann ihre Türen und bieten Schülern ab der achten Klasse die Möglichkeit, duale Ausbildungs- und Studienangebote der heimischen Wirtschaft direkt vor Ort kennenzulernen. Marion Käppler, MINT-Koordinatorin am Einhard-Gymnasium, sieht in diesem Angebot eine willkommene Erweiterung dessen, was an ihrer Schule bislang schon stattfindet. Laut Dieter M. Begaß ist das Format „Check In“ in seinem bisherigen Aktionsgebiet (Krefeld, Mönchengladbach, Kreis Viersen, Rhein-Kreis Neuss) bereits sehr erfolgreich. „Dort nahmen im letzten Jahr mehr als 250 Unternehmen und mehrere Tausend Schüler teil“, so Begaß. In Aachen denken die Verantwortlichen in kleineren Dimensionen.

Unter Federführung der Stadt Aachen haben sich die Städteregion, die Agentur für Arbeit Aachen-Düren, der Zweckverband Region Aachen — Regionalagentur, die Vereinigten Unternehmerverbände, die Handwerkskammer Aachen und die Industrie- und Handelskammer zusammengeschlossen, um „Check In“ in Aachen und der Städteregion an den Start zu bringen.

National Instruments ist eine der Aachener Firmen, die bereits schon jetzt zugesagt haben, bei „Check In“ mitzumachen. „Es ist nicht immer ganz einfach, die geeigneten Leute zu finden, um unsere Ausbildungsplätze zu besetzen“, sagt Dr. Ralf Müller, Prokurist und verantwortlich für die Einstellungen bei National Instruments. „Deshalb beteiligen wir uns gerne bei ‚Check In‘“, meint er. Und damit die Kampagne auch möglichst gut bei den jungen Leuten ankommt, wird sie von der Sängerin Debbie Schippers unterstützt. Sie will den Schülern als Schirmherrin Mut machen bei ihrer Zukunftsplanung. Unternehmen und Schulen, die Interesse an „Check In“ haben, können sich bei der Stadt Aachen, Fachbereich Wirtschaftsförderung/Europäische Angelegenheiten melden: Tel. 0241/432-7645 und 0241/432-7637 oder per Mail unter checkin@mail.aachen.de.