Aachen: Jugendliche zünden Auto „zur Probe” an

Aachen: Jugendliche zünden Auto „zur Probe” an

Um einem Bekannten zu schaden, haben zwei Jugendliche Ende Juli dessen Auto angezündet. Damit nicht genug: Zuvor hatten sie bereits „zur Probe” ein anderes Fahrzeug in Brand gesetzt, wie die Polizei berichtet.

Die zwei Aachener, 15 und 19 Jahre alt, haben die am 28. Juli begangene Tat gestanden.

Die beiden hielten sich zur Tatzeit in der Nähe der Brände auf und waren zunächst im Verfahren als Zeugen befragt worden. Bei den Vernehmungen verstrickten sie sich dann immer mehr in Widersprüche.

In der Nacht zum 28. Juli hatten Zeugen einen brennenden Ford Fiesta auf der Hüls gemeldet. Noch während die Polizei den Tatort untersuchte, meldeten Zeugen einen weiteren brennenden Pkw in der Hofenburger Straße.

Wie sich herausstellte, kannten die Täter einen der beiden Fahrzeughalter. Sie wollten ihm aus persönlichen Gründen schaden. Den Wagen in Brand zu setzen, hielten sie für die unauffälligste Variante.

Ihr Plan sollte auf jeden Fall ein Erfolg werden. Daher gingen sie zuvor ins „Trainingslager” und zündeten ein anderes Auto in der Nähe zur „Probe” an.

Ihre Hoffnung war es, dass ihre Tat im Zusammenhang der Serie von Autobränden in Aachen gesehen wird und sie dadurch nicht in Verdacht geraten.

Bereits am 22. Juli hatten die Ermittler einen 38-jährigen Verdächtigen festnehmen können, dem bislang vier Brandstiftungen an Autos vorgeworfen werden. Diese hatte der Tatverdächtige zugegeben. Die Ermittler schließen nicht aus, dass er noch für weitere Taten verantwortlich ist.

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