Burtscheid: Jonastor wird derzeit von außen und innen saniert

Burtscheid: Jonastor wird derzeit von außen und innen saniert

Viele Burtscheider fragen sich zurzeit: „Was tut sich am Abteitor?“ Denn das Bauwerk aus dem Jahr 1644, das bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts als Eingangstor des Zisterzienserinnenklosters diente, ist seit ein paar Tagen eingerüstet.

Nachdem die Feuerwehr die Wohnungen im Turm wegen mangelnden Brandschutzes für unbewohnbar erklärt hatte, mussten die Mieter es verlassen. Für die Sanierung und den Bau eines sogenannten Sicherheitstreppenhauses hätte die Eignerin des Tores, die katholische Pfarrei St. Gregor von Burtscheid eine halbe Million Euro auf den Tisch blättern müssen. Das aber war zu viel, selbst für die große Kirchengemeinde.

So verkaufte sie das Tor, das auch Jonastor genannt wird. Unter der Regie des Statikers Thomas Kempen wird es nun von außen und innen saniert. „Mit den Denkmalschutzbehörden sind wir im Gespräch, wir folgen selbstverständlich allen Auflagen“, versichert Kempen. Am zweiten Septemberwochenende werde das Ergebnis der Sanierung am Tag des Denkmals zu bestaunen sein. Dann würden auch die Bruchsteinwände aus der Barockzeit wieder zu sehen sein, verspricht der Baufachmann.

„Für Burtscheid wird das Innenleben des Tors eine Bereicherung“, ist Kempen sicher. Denn in die sechs möblierten Kleinstwohnungen, die zwischen 20 und 40 Quadratmeter groß sind, sollen Mieter nur jeweils für kurze Zeit einziehen. „Ich denke da an Kurgäste oder Angehörigen von Patienten, die sich im Marienhospital oder in den Reha- und Rheumakliniken aufhalten“, sagt der Statiker, der darauf setzt, dass das Gebäude ab September wieder bezogen werden kann.

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