Elf Schülerinnen und Schüler qualifizieren sich für Landesentscheid: Jede Menge freiwillige Mathe-Asse

Elf Schülerinnen und Schüler qualifizieren sich für Landesentscheid: Jede Menge freiwillige Mathe-Asse

Schüler und Mathematik – für gewöhnlich eine einseitige Freundschaft. Während sich die schier unlösbaren Rechenaufgaben gerne ins Hausaufgabenheft schleichen, wünschen sich viele Kinder und Jugendliche das genaue Gegenteil: Eine Schule ohne Mathe. Doch längst nicht alle.

183 Schüler und Schülerinnen aus zehn Aachener Gymnasien und Gesamtschulen haben in diesem Jahr bei der 58. Mathe-Olympiade teilgenommen, um sich Knobel- und Matheaufgaben zu widmen – und zwar freiwillig.

Insgesamt gebe es eine geringere Beteiligung als im letzten Jahr, erklärte Mathelehrerin Monika Middendorf und verweist auf die über 200 Vorjahresteilnehmer. „Aber das war auch ein Ausnahmejahr.“ Mit der jetzigen Anzahl liege das Interesse an dem Mathematikwettbewerb genau im Durchschnitt. Organisiert wird die Olympiade vom Landesverband Mathematikwettbewerbe Nordrhein-Westfalen.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sarah Werner moderierte Middendorf die Siegerehrung in der Aula des Rhein-Maas-Gymnasiums. 153 Jungen und Mädchen qualifizierten sich für Runde 2, immerhin elf wurden schließlich als Sieger der Regionalrunde gekürt. Darunter befinden sich nicht zuletzt auch einige „Wiederholungstäter“, die in den letzten Jahren regelmäßig gewinnen konnten. Am 23. Februar treten die Aachener Rechen-Asse dann in Düsseldorf gegen zahlreiche weitere Mathegenies aus ganz NRW an. Wer auch dort brilliert, darf anschließend in Chemnitz auf Bundesebene rechnen.

Natürlich variieren die Aufgaben des Wettbewerbs je nach Altersklasse. Jüngere Teilnehmer probieren sich vor allem an Knobelaufgaben, ältere müssen deutlich höhere Mathematik bewältigen. „Das ist dann so anspruchsvoll, dass es über den Schulstoff hinausgeht“, sagt Middendorf.

So ganz mathematisch ungeschoren kam bei der Siegerehrung aber niemand davon – auch nicht die stolzen Eltern. Sie alle durften sich beim „Mathe-Bingo“ beweisen, bei dem sie zufällig gewürfelte Zahlen in neun Felder eintragen mussten. Am Ende ergaben sich auf diese Weise drei dreistellige Zahlen, die summiert möglichst nah an 1000 heranreichen sollen, ohne den Wert zu übertreffen. „999 wäre das Traumergebnis“, meinte Middendorf. Das schaffte zwar niemand, gewonnen hat letztlich aber eine gute 960.

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