Aachen: Jede Menge Angebote für Mentoren

Aachen: Jede Menge Angebote für Mentoren

Insgesamt 15 Mentoren- und Bildungspatenprojekte beschäftigen sich in Aachen damit, Kinder und Jugendliche auf ihrem Ausbildungsweg zu begleiten. Erst vor Kurzem haben sie sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um noch effizienter arbeiten zu können.

Beim 1. Mentorentag am Donnertag, 5. Dezember, stellen sich die unterschiedlichen Projekte von 17 bis 19 Uhr in der Aula Carolina in der Pont—straße der Öffentlichkeit vor.

„Wir wollen Lust auf Bildung und ehrenamtliches Engagement machen“, sagt Elke Münich, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule. Bildung habe für Aachen einen großen Stellenwert, und das Mentorennetzwerk solle dazu beitragen, junge und bildungswillige Menschen noch besser zu unterstützen.

Von Projekten wie Jute, Euro—türk oder Aachener Engel, die Kinder schon in der Grundschule unterstützen, über SchülerNavi und Emmi plus, die ältere Schüler begleiten, bis hin zu Inuba oder Eurotürk Pro Ausbildung gibt es ein vielfältiges Angebot. Dass die einzelnen Projekte jetzt miteinander vernetzt sind, hat laut Jessica Hugot, Mitarbeiterin bei Jute, ganz klare Vorteile.

„Viele Interessenten an einem Mentorenjob sind nicht sicher, mit welchen Kindern sie arbeiten wollen“, sagt sie. Denn nicht für jeden käme die Arbeit mit Grundschulkindern in Frage. Jetzt kann sie die künftigen Mentoren entsprechend weiterleiten. „Ich habe gar nicht gewusst, dass es so viele Angebote in Aachen gibt“, fügt sie hinzu.

Und die sind laut Elke Münich sehr wichtig für die Stadt. Sie seien die Antwort auf die Modernität. „Es gibt die alten Bindungen in der Familie nicht mehr“, sagt sie. Die Gesellschaft habe sich verändert, und daraus hätten sich die Mentorenprojekte entwickelt. In der Aula Carolina werden sie ihre Arbeit vorstellen und um neue Mentoren werben.

Bei Jute sind rund 70 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, und laut Jessica Weigand ist es nicht nötig, um weitere zu werben. Anders bei dem Projekt Amento, das junge Menschen in die Ausbildung begleitet. „Wir sind ständig auf der Jagd nach neuen Mentoren“, sagen Wieslawa Wilkowska und Karin Wieder als Ansprechpartnerinnen. 28 Mentoren arbeiten in diesem Projekt.

Vortrag von Beate Büggel

Welche Bedeutung die Arbeit der Mentoren für die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen hat, darüber hält Dr. Beate Büggel, Direktorin der Volkshochschule Aachen (VHS), am Mentorentag in der Aula Carolina um 17.10 Uhr einen Vortrag. Zuvor wird Oberbürgermeister Marcel Philipp um 17 Uhr die Gäste begrüßen. In Anschluss bietet sich reichlich Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, sich auf dem „Markt der Möglichkeiten“ kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Das Mentorennetzwerk präsentiert sich dabei mit einem Flugblatt und einem entsprechenden Plakat. Laut Heinz Zohren, Koordinator des Aachener Bündnisses für Familien, ist auch bereits eine Fortbildung für Mentoren geplant, bei der Themen besprochen werden, die die Mentoren vorgeschlagen haben.