Aachen: Je mehr Abstand, desto besser

Aachen: Je mehr Abstand, desto besser

Mit Karneval hat Dr. Verena Bochat, Ärztin im Gesundheitsamt der Städteregion, normalerweise nicht viel zu tun. Dennoch gibt die Leiterin der Abteilung Infektionsschutz allen Anhängern des neu losgebrochenen jecken Treibens ein paar Ratschläge mit auf den närrischen Weg.

„Je mehr Abstand man hält, desto sicherer ist man bei einer übertragbaren Krankheit.” Schließlich erfolge die Aufnahme des H1/N1-Erregers über die Schleimhäute. „So kann die Infektion ausgelöst werden.”

Verena Bochat berichtet weiter davon, dass im zuständigen Landesministerium geplant wird, wegen der massiv steigenden Zahlen die Meldeverordnung zu ändern, „so dass nicht mehr jeder Fall gemeldet werden muss”.

Es gebe eine enorme Steigerung und handele sich um eine Grippewelle. Wöchentlich bekomme die Städteregion Impfdosen zugeteilt, zuletzt 1100.

Reichen die aus, um die Nachfrage zu befriedigen? Bochat: „Es wird zunehmend eng. Wir verteilen alles, was wir haben.” Dennoch könne es sein, dass Normalpatienten, die nicht zu den Risikogruppen zählen, auf einen Impftermin warten müssten: „Wir hängen davon ab, wieviel uns zugeteilt wird.” Das wiederum ist davon abhängig, welche Liefermengen das Land NRW erhält.

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