Jakobskirche in Aachen soll ein Kunstort werden

„Stadt von oben“ : Die Jakobskirche will Kunst- und Kulturort werden

Mit gleich zwei tollen Angeboten präsentiert die altehrwürdige Jakobskirche ihren Einstieg als neuen Kunst- und Kulturort in Aachen. Zum einen gibt es in einem Seitenschiff die Ausstellung „Stadt von oben“ der aus Russland stammenden Künstlerin Elena Starostina, zum anderen wird eine Turmbesteigung angeboten, die die einzigartige Gelegenheit bietet, von hoch oben über die ganze Stadt Aachen, die herbstliche Natur drumherum und in den Himmel zu schauen.

Monika Mann-Kirwan, Gemeindereferentin von St. Jakob, und der Ehrenamtler Walter Nett haben schon jede Menge Ideen entwickelt, wie man ihre Kirche mehr in den Alltag des Jakobsviertels integrieren kann. Ein Café wäre möglicherweise eine Option, aber auch mehr Konzerte oder Ausstellungen würden gut ins Konzept und auch die Geschichte der Kirche passen. Schließlich liegt St. Jakob am Jakobsweg und war und ist seit dem Mittelalter eine wichtige Station für rheinländische Jakobspilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela. „Wir sind offen für Gott und die Welt“, sagen die beiden Ideenentwickler, „und wir möchten gerne eine gut besuchte Anlaufstelle in unserem Viertel werden.“

So passt es denn auch, dass die Malerin Elena Starostina, die ihr Atelier in direkter Nachbarschaft mit der Kirche hat, die Ausstellung „Stadt von oben“ in St. Jakob zeigt. Im breiten Gang des linken Seitenschiffs bilden die Gemälde links und rechts in dichter Reihung eine Bilderfolge von Stadtansichten von oben, die sich wie in einer Prozession abschreiten lassen. Die Dächer von München, Pisa, Salzburg und Prag, aber auch München und Rom, häufig gemalt in romantischen Brauntönen oder mit barocken Anklängen, entfalten in der Lichtstimmung von St. Jakob eine ganz besondere Atmosphäre. Auch der Aachener Dom ist vertreten – mit einem Hauch von Magnolienblüte wie im Frühling, aber auch im Abendlicht.

Die Spiritualität des Doms ist ein Thema, das Elena Starostina besonders am Herzen liegt. Immer wieder hat sie sich in den letzten zwölf Jahren nicht nur mit der Architektur und den Lichtverhältnissen auseinandergesetzt, sondern auch mit den prachtvollen religiösen und liturgischen Komponenten.

Die Ausstellung steht und hängt bis zum 17. Dezember in St. Jakob, Jakobsplatz 5, und kann zu den Gottesdiensten oder nach Vereinbarung unter Telefon 0178/14 9789 mit der Künstlerin besichtigt werden.

Die jährliche Turmbesteigung findet nur am Freitag, 14. Dezember, statt. Die ersten Besucher können um 17 Uhr starten, die letzte Besteigung ist für 20.30 Uhr angesetzt. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es im Internet: www.sankt-jakob-aachen.de.

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