Instrumentalverein Eilendorf feiert 150-jähriges Bestehen

Zum runden Geburtstag ein großes Fest : Eine würdige Gratulationstour

„Musik liegt in der Luft“ lautet der Titel eines beliebten Schlagers aus den 50er Jahren. Der liefert passgenau die Beschreibung des Geschehens in Eilendorf am vergangenen Wochenende. Mit Musik ohne Ende feierte der Instrumentalverein seinen runden Geburtstag.

Neben der Feier anlässlich des 150-jährigen Bestehens wurde in Eilendorf zeitgleich das „Musikfest der Städteregion Aachen“ zelebriert. Schauplatz der Aktionen war ein großes Festzelt auf dem Hof des Vereinshauses in der Nirmer Straße, das sich der Instrumentalverein zum Jubiläum gegönnt hatte. Den Anfang machte das traditionelle Frühjahrskonzert am Freitagabend, zu dem der Vorsitzende des, Frank Hecker, sehr viele Besucher begrüßen konnte, unter ihnen Oberbürgermeister Marcel Philipp als Schirmherr und Eilendorfs Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler. Insbesondere dankte Hecker den vielen Sponsoren, ohne die das Jubiläumfest nicht möglich sei.

Was den Erfolg des Vereins ausmacht, konnte man gleich zu Beginn erleben, als das Orchester der vereinseigenen Musikschule Proben seines beachtlichen Könnens unter der Stabführung von Didier Dhont ablieferte. Dhont präsentierte auch das Jugendorchester, das vor genau 50 Jahren gegründet wurde und hoch motiviert war, sich zum „kleinen“ Jubiläum in bester Form zu zeigen. Ein Vorhaben, das vollauf gelang, denn mit Stücken wie „Heal the World“ von Michael Jackson, einem Medley von Melodien aus den James-Bond-Filmen und den Disney-Klassikern „Beyond the Sea“ und „Friend like Me“ überzeugten die jungen Musiker ihre Zuhörer und ernteten minutenlangen Beifall.

Noch einmal eine andere Nummer ist das große Orchester mit seiner Dirigentin Jonneke Hannsen-Moerke, das man am besten als sinfonisches Blasorchester beschreibt. Musikalisch auf hohem Niveau kann man sich auch an schwierige Kaliber herantrauen und diese meistern. Titel wie „The Beauty and the Beast“, Freddie Mercurys „Bohemian Rhapsody“ oder „El Cumbanchero“ sind zwar mit eingängigen Melodien ausgestattet, jedoch auch mit spieltechnischen Schwierigkeiten gespickt und verlangen den Musikern einiges ab. Zugabe und frenetischer Beifall waren der verdiente Lohn für harte Probenarbeit.

Am Samstag gab es den ganzen Tag über Musik auf dem Festplatz in der Nirmer Straße, denn im Festzelt probte zunächst ein Projektorchester, in dem sich rund 70 Musikerinnen und Musiker aus der Städteregion zusammenfanden, unter der Leitung von Peter Kleine Schaars. Der ist Niederländer und ein weithin bekannter Arrangeur, der europaweit bei renommierten Profi-Orchestern wie etwa der Königlichen Musikkapelle der Belgischen Marine zuhause ist. Die Ergebnisse des Projekts, in dem unter anderem Medleys von Beatles-Songs und Elvis-Presley-Melodien erarbeitet wurden, präsentierten die Musiker zum Abschluss der Feierlichkeiten am Sonntagnachmittag dem Publikum.

Erinnerung an alte Zeiten

Höhepunkt der Jubiläumsfeiern war aber ganz ohne Zweifel das Konzert der Kölsch-Rock-Band „Brings“ am Samstagabend. Man darf wohl sagen, solch einen Auftrieb hat Eilendorf seit den Tagen der legendären Starauftritte in Hubert Geulens Saaltheater nicht mehr gesehen. Das gewiss nicht kleine Festzelt auf dem Vereinshof war picke-packe-voll und bebte von dem Sound der Band. Die Besucher hatten, um es mit einem Brings-Titel zu sagen, ohne Zweifel eine „Superjeile Zick“.

Gleich am Sonntagmorgen ging es mit einem musikalischen Frühschoppen weiter. Dort spielten mit dem Harmonieverein St. Petrus aus Baesweiler, der Musikvereinigung Roetgen, Lyra Höfen, dem Heimat-Echo Steckenborn und dem Musikverein Eintracht Konzen fünf Top-Orchester aus der Städteregion zur Freude der zahlreichen Besucher, die anschließend den großen Festzug durch Eilendorfs Zentrum miterleben konnten. Gut 20 Gruppen – darunter zehn Musikkapellen, Fahnenschwenker und etliche Eilendorfer Vereine – präsentierten sich den zahlreichen Zuschauern am Straßenrand, bereiteten dem Instrumentalverein Eilendorf auf diese Weise eine würdige Gratulationstour und ließen das Motto von der Musik, die in der Luft liegt, in Eilendorfs Straßen lebendig werden.

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