Aachen: Ingrid van Bergen dreht in Aachen

Aachen: Ingrid van Bergen dreht in Aachen

Die Zeit ist knapp, das Budget klein, das Projekt anspruchsvoll, die Darstellerin namhaft: Seit Dienstag steht Ingrid van Bergen in Aachen vor der Kamera der beiden Studenten Chris Bucanac und Blazej Floch. Mit ihrem Konzept für den 20-minütigen Kurzfilm „Berlin” haben sie die 78-jährige Schauspielerin zur Mitarbeit an dem auf sieben Tage angelegten Dreh bewegen können.

Dabei geht es deutlich entspannter zu als zuletzt im RTL-Dschungelcamp, wo Ingrid van Bergen Anfang des Jahres zur Dschungelkönigin gewählt wurde. Sie spielt in dem Kurzfilm eine an den Rollstuhl gebundene Nachbarin eines jungen Ehepaares, das in eine Krise gerät - gespielt von Pia de Buhr und Alexander Kreuzer. Vierter im Bunde: Dominik Weber in der Rolle eines Zivildienstleistenden.

Damit sind bereits alle Mitwirkenden genannt, die dem Film zum Erfolg verhelfen sollen. Er soll Teil einer ganzen Filmreihe „Städte” werden. „Paris” bildete im vergangenen Jahr den Ursprung, jetzt folgt „Berlin”, weitere sollen folgen, kündigt Bucanac an.

Genau wie sein Kommilitone Floch studiert er an der Fachhochschule Aachen Visuelle Kommunikation. Mit ihrem Projekt wollen die beiden 25-Jährigen zeigen, dass sich auch mit kleinsten Mitteln ehrgeizige Vorhaben verwirklichen lassen. Zugleich wollen sie darauf aufmerksam machen, dass gerade FH-Studenten bei der Vergabe von Filmfördermitteln oft unberücksichtigt bleiben.

So ist auch das Duo Bucanac/Floch auf die Unterstützung örtlicher Unternehmen angewiesen. Aus Kostengründen werden zudem die meisten Einstellungen in Aachen gedreht. Ein einziger Drehtag ist für Außenaufnahmen in Berlin eingeplant, die dem Film das nötige Lokalkolorit verleihen.

Die Premiere ist aber wieder in Aachen geplant, wie Bucanac versichert. Im Herbst könnte es soweit sein. Ob Ingrid van Bergen, gefeierter Filmstar der 50er und 60er Jahre, dabei sein wird, ist noch offen.