Aachen: Infrastruktur soll besser werden

Aachen: Infrastruktur soll besser werden

Der Arbeitsmarkt in der Euregio ist international, die Möglichkeiten Freizeit zu gestalten, sind es ebenfalls - nur der öffentliche Nahverkehr ist das bisher nicht wirklich.

„Dabei ist Mobilität die Grundlage für die Entwicklung der Region”, sagt AVV-Geschäftsführer Hans Joachim Sistenich. Zum Beispiel habe die Stadt Aachen Arbeitsplätze, aber keinen Wohnraum. In Vaals hingegen stünden Wohnungen leer.

„Im wirtschaftlichen Sinne wird Aachen die erste Geige spielen. Harmonisch klingen kann es aber nur, wenn auch die zweite und dritte Violine stimmen”, sagt Reg van Loo, der Bürgermeister der niederländischen Nachbarkommune.

Um die Euregio fit für die Zukunft zu machen, arbeiten Partner aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden an der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und an einem einheitlichen Dachtarif.

Zumindest für die Pendler aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft gibt es zur Freude von Marc Langohr, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostbelgiens, ab Oktober einen internationalen Tarif.

„Es geht alles Schritt für Schritt, aber wir machen Fortschritte”, sagt Antoine Janssen von der Provinz Limburg, die sich mit 25 Millionen Euro für die Verlängerung der niederländischen Intercity-Linie zwischen Aachen und Eindhoven stark macht. Auch von deutscher Seite fließen Gelder.

Damit sollten die Forschungsstandorte Aachen und Eindhoven näher zusammenrücken.

Ein bereits realisierter Schritt ist der Aufbau einer viersprachigen, grenzüberschreitenden Fahrplan Auskunft auf der Internetseite http://www.mobility-euregio.com

Dort gibt es neben Fahrplanauskünften Informationen über Ausflugsziele und Freizeitattraktionen. Wer wissen will, wie er vom Aachener Bushof nach Kettenis oder Gulpen kommt, dem werden dort alle Stationen und Linien angezeigt.