Infopunkt in Ostbelgien soll bei Problemen auf dem Radweg helfen

Engpässe auf dem Vennbahnradweg : Neue Koordinierungsstelle geplant

Radfahrer, Rennradfahrer, Wanderer, Spaziergänger oder Menschen, die mit ihrem Hund Gassi gehen: Auf dem Vennbahnradweg kommt es immer wieder zu Konfliktsituationen zwischen Nutzergruppen. Meistens gehen diese Situationen glimpflich aus, von Unfällen hört man selten. Dennoch beschäftigt das Thema die Kommunen – sowohl auf deutscher als auch auf belgischer Seite.

So denkt man in Aachen über eine teilweise Verbreiterung des Radwegs zwischen Walheim und Rothe Erde nach, um mehr Platz für die Nutzer zu schaffen. Und wie der Belgische Rundfunk (BRF) nun berichtet, plant die Tourismusagentur Ostbelgien ab 2020 eine Koordinierungsstelle für den Vennbahnradweg, die in St. Vith angesiedelt sein und auch grenzüberschreitend aktiv sein soll.

Diese Koordinationsstelle soll nach Angaben des BRF Nutzergruppen des Rad- und Wanderweges sensibilisieren und Ansprechpartner bei Problemen sein. Und wie die Tourismusagentur auf Anfrage unserer Zeitung erklärt, soll eine Finanzierung auch von deutscher Seite ab 2020 erfolgen.

Es sei wichtig, jemanden zu haben, der sich um ein Projekt kümmert und sich auch verantwortlich fühlt, gewisse Maßnahmen in die Wege zu leiten und an die nötigen Stellen zu appellieren, argumentieren die ostbelgischen Touristiker. Und auch Nutzer des Radweges könnten sich bei Problemen an diese Koordinationsstelle wenden, zum Beispiel wenn ein umgekippter Baum den Weg versperrt. So sollen schnell Maßnahmen ergriffen werden können, um das Problem zu beheben.

Der Vennbahnradweg, der auf oder neben alten Bahntrassen der ehemaligen Vennbahn verläuft, umfasst mittlerweile eine Strecke von rund 130 Kilometern zwischen Aachen und Troisvierges. Die Gesamtkosten des Umbaus (rund 13,6 Millionen Euro, Stand 2012) sind im Wesentlichen von der EU, Deutschland, Belgien, Luxemburg sowie diverse Gemeinden und Firmen getragen worden.

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